Ortsname

Unterkehlen


Weiler (W)
Bezirk Schwaben, Lkr. Ostallgäu, Gde. Stötten a. Auerberg
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Historische Schreibformen

1451

ein Lehengut by Bachtalkel in Stetter Pfarr
1628

aus der Khölen
18. Jh.

Kienle
Anm.:  summarische Datierung und Quellenangabe
1818

Unterkehlen
Kommentar
Belege ohne den unterscheidenen Zusatz »Unter-« können sich auch auf Oberkehlen beziehen. Laut Dertsch1 handelt es sich bei Oberkehlen um die ältere Siedlung, wobei auch Unterkehlen schon vor dem Dreißigjährigen Krieg sicher bezeugt ist.

Mundartformen

Namenerklärung

Unter
3.
·
kehlen
1.
1.
Grundwort
fnhd.
kele ›Kehle; Höhlung, Vertiefung (an Bauteilen)‹1 im Nom. Sg. kele
––– oder –––
im Dat. Sg. kelen
vgl.
nhd.
Kele ›Haut unter dem Kinn, Doppelkinn; kleine, enge Schlucht‹2
(hier in der Bedeutung ›kleine, enge Schlucht‹)
2.
Bestimmungswort (temporär)
Siedlungsname Bachthal (mit Bezug auf die Lage bei Bachthal (zum Ortsnamen s. den entsprechenden Ortsartikel))
3.
Zusatz (sekundär)
nhd.
Adjektiv unter ›tiefer gelegen‹3
Namenbedeutung
›(Siedlung) an der kleinen, engen Schlucht (bei Bachthal)‹4