Ortsname

Dingisweiler


Dorf (D)
Bezirk Schwaben, Lkr. Ostallgäu, Gde. Markt Ronsberg
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Historische Schreibformen

[1153 oder später]
Druck 1874
Sibotinwiler
[hierher?]
1818

Dingisweiler
Kommentar
Der Beleg von [1153 oder später] wird in MHG SS XXIII1 hierher gestellt, doch Dertsch2äußert leise Zweifel an der Zuordnung, ohne indes eine Alternative anzubieten.

Mundartformen

Namenerklärung

Dingis
3.
·
weiler
1.
1.
Grundwort
ahd.
wīlāri ›Weiler‹1
––– oder –––
mhd.
wīler ›Weiler, einzelnes Gehöft, kleines Dorf‹2
2.
Bestimmungswort
ahd.
Personenname (Vollname) Sīboto 3 im Gen. Sg. Sīboten
––– oder –––
mhd.
Personenname (Vollname) *Sībote *Sīboten
<
ahd.
Personenname (Vollname) Sīboto 4
3.
Bestimmungswort
wohl
mhd.
Personenname (Kosename) *Dingī(n) im Gen. Sg. *Dingīnes
<
ahd.
Personenname (Kosename) *Dingīn 5 (belegt sind die Formen Thingini, Thingine, Dingini und Dingine)
Namenbedeutung
›Weiler des Sīboto/Sībote‹6
––– oder –––
wohl
›Weiler des Dingī(n)‹7
Kommentar
Theoretisch könnte man auch einen Personennamen Dungī(n)8 ansetzen9(der wohl ohnehin nur als Lautvariante zu Dingī(n) aufzufassen wäre10), doch liefert die Beleglage keine diese Herleitung stützenden Anhaltspunkte.