Geschichte Bayerns
Historische Ortsnamen – Regierungsbezirk Oberpfalz

Seligenporten

Andrea Weber (AW) Wolfgang Janka (WJ) Sarah Rathgeb (SR) 

Dorf (D)

Bezirk Oberpfalz, Lkr. Neumarkt in der Oberpfalz, Markt Pyrbaum

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Ortsdatenbank Bayern (Bavarikon)

Historische Schreibformen

1242(Kopie; Druck 1906)
zu den Aichen
1249
Cenobium Felix Porta uocatum
das Kloster, genannt Felix Porta ('Glückliche Pforte')
1254
monasterio sancte Marie in Felici Porta
dem Kloster St. Maria in Seligenporten
1262
monialibus de Selgenporten
den Nonnen von Seligenporten
1336
ze der Seligenborten
Kommentar
Vom Kopisten falsch datiert ist die Nennung 1215 (Kopie 1813) monasterii Felicis Porte1; es handelt sich um die Abschrift einer Urkunde von 12952.

Mundartformen

[glǫ̶̂ųsdɐ]
Berngau WJ. 
[ą̄f glǭ̶ųsdɐ]
›nach Seligenporten (Kloster)‹
Postbauer-Heng WJ. 
 Weitere Informationen zur Lautschrift

Namenerklärung

Aichen 1
1. Benennungswort
mhd. eich ›Eiche‹1 im Dat. Pl. eichen
Namenbedeutung
›(Siedlung) bei den Eichen‹
2
Seligen 4·porten 1
1. Grundwort
mhd. porte ›Pforte‹3 im Dat. Sg. porten
2. Grundwort (temporär)
mhd. phorte ›Pforte‹4 im Dat. Sg. phorten
3. Bestimmungswort (temporär)
mhd. sælde ›Segen, Heil, Glück (von Gott)‹5 im Gen. Pl. sælden
4. Bestimmungswort (sekundär)
mhd. Adjektiv sælec ›glücklich, gesegnet, selig‹6 im Dat. Sg. sælegen
Namenbedeutung
›zur Pforte des Heils/des Glücks (mystischer Klostername)‹
7
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