Ortsname

Wagegg


Einöde (E)
Bezirk Schwaben, Lkr. Oberallgäu, Gde. Haldenwang
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Historische Schreibformen

[um 1180]

Walther von Wagegg ist Lehensmann des Klosters Ottobeuren
1235

H. marscalcus de Waͤgegge
1239

de Wagegge
1262
Kopie 
Wagek
1353
Kopie 
Wagegg
1412

Waugegg
1429

Wagegge
1818

Wagegg

Mundartformen

[wāgekh]
[ouv wāgekh nųm]
HaldenwangAD

Namenerklärung

Wag
2.
·
egg
1.
1.
Grundwort
ahd.
egga ›scharfer Rand; Kante, Spitze; Ecke, Winkel‹1
––– oder –––
mhd.
ecke ›Ecke, Kante, Winkel‹2
2.
Bestimmungswort
ahd.
wāg ›Flut, wogendes Gewässer, See‹3
––– oder –––
mhd.
wāc ›bewegtes, wogendes Wasser: Strömung, Flut, Woge, Strom, Fluss, Meer, See, Teich, Wasser überhaupt‹4
––– oder –––
mhd.
Verbalstamm wāg- ›wagen, aufs Geratewohl daran setzen‹5
Namenbedeutung
›(Burg auf dem) Bergvorsprung am (Wagegger) See‹6
––– oder –––
›Bergvorsprung mit Burg, deren Bewohner wagemutig sind‹7
Kommentar
Wegen der Diphthonglautung »au« im älteren Mundartbeleg kann das Bestimmungswort nicht, wie von Dertsch neben den beiden anderen Ansätzen erwogen, zum Appellativ mhd. wacke ›Feldstein, nackt aus dem Boden hervorstehender Steinblock‹8 gestellt werden.
Ahd. Wb. III, Sp. 76.Lexer I, Sp. 507.Starck/Wells, S. 688.Lexer III, Sp. 623.Lexer III, Sp. 636.AWAWLexer III, Sp. 625.