Ortsname

Odach


Einöde (E)
Bezirk Schwaben, Lkr. Oberallgäu, Gde. Markt Altusried
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Historische Schreibformen

1781

Einöde im Oda Feld Einöde auf dem Odaberg zur schönen Aussicht
1818

Odach auch Bussen

Mundartformen

[odaˣ]
[aov odax nųm]
AltusriedAD

Namenerklärung

Odach
3.
1.
Grundwort (temporär)
mhd.
bërc ›Berg‹1
––– oder –––
fnhd.
berg ›Berg, Geländeerhöhung unterschiedlichen Ausmaßes‹2
2.
Grundwort (temporär)
nhd.
Feld ›(bebaute) Ebene, Feld‹3
3.
Bestimmungswort
möglicherweise
mhd.
Personenname (Kurzname) *Ode im Gen. Sg. *Oden
<
ahd.
Personenname (Kurzname) *Odo
vgl.
ahd.
Personenname (Kurzname) Ōdo 4
(mögliche Variante mit expressiver Vokalkürzung zu:)
––– oder –––
fnhd.
Personenname (Kurzname) *Ode im Gen. Sg. *Oden
<
ahd.
Personenname (Kurzname) *Odo
vgl.
ahd.
Personenname (Kurzname) Ōdo 5
(mögliche Variante mit expressiver Vokalkürzung zu:)
Namenbedeutung
möglicherweise
›(Siedlung am) Berg des Ode‹6
Kommentar
Der Ortsname kann nicht mit Dertsch7 zum Appellativ Abdachung im Sinne von ›Abhang‹ gestellt werden, denn a konnte sich im Schwäbischen nicht zu o entwickeln. Die Annahme eines Personennamens *Ode im Genetiv *Oden setzt voraus, dass nach Vokalisierung der Endung-en zu o. ä. (vgl. Mundartbeleg »óda«) ein vermeintlich im Auslaut einer unbetonten Silbe-ach(-) geschwundener Frikativ x falsch restituiert wurde. Der Ansatz ist allerdings mit einem großen Fragezeichen zu versehen, denn die Wahrscheinlichkeit des Zutreffens wird dadurch geschmälert, dass der Ortsname Odach mehrfach im Rheinland belegt ist8.