Ortsname

Kiesels


Einöde (E)
Bezirk Schwaben, Lkr. Oberallgäu, Gde. Waltenhofen
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Historische Schreibformen

1402

Kunz Kius zu dem Kysels
1419

ze dem Kisels die Kiusin
1453

Konrad Küs ab der Kisel des Küssen Gut ze Küß
1550

Konrad Kius auf dem Küssel
1831

Kiesel , Kiesels

Mundartformen

[khīsl̥s]
[nox khīsl̥s]
Waltenhofen NordAD

Namenerklärung

Kiesels
1.
1.
Benennungswort
fnhd.
Familienname Kisel im Gen. Sg. Kisels
––– oder –––
im Nom Dat. Sg. Kisel
>
nhd.
Familienname Kiesel 1
(s. Ortsartikel Kiesels/Markt Dietmannsried)
Namenbedeutung
›Ansiedlung des Kisel‹2
––– oder –––
›beim Kisel‹3
Kommentar
Da in den frühen Belegen die Verschriftungen der Stammvokale des an der Örtlichkeit belegten Familiennamens und des Ortsnamens in derselben Quelle jeweils divergieren ( iu vs. y bzw. i;ü vs. i), ist anzunehmen, dass kein Zusammenhang zwischen beiden besteht (anders Dertsch4). Die Ortsnamenformen 1453 Küß, 1550 Küssel und 1593 Küßel können von dem Familiennamen, dessen Etymologie noch zu klären wäre, beeinflusst sein.