Ortsname

Göhlmühle


Einöde (E)
Bezirk Schwaben, Lkr. Oberallgäu, Gde. Markt Dietmannsried
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Historische Schreibformen

1451

Peter Hienlin auf der Bochselmülin
[hierher?]
1577

in der Hienlinsmülin
[hierher?]
1810

der Göhlenmüller
1819

Gehlenmühle
1877

Göhlmühle

Mundartformen

[gë̄lmīlǝ]
[in d-gë̄lmīlǝ nā]
HaldenwangAD

Namenerklärung

Göhl
4.
·
mühle
1.
1.
Grundwort
mhd.
*müline ›Mühle‹
vgl.
mhd.
mül ›Mühle‹1
––– oder –––
fnhd.
*müline ›Mühle‹
<
mhd.
müline ›Mühle‹ im Nom Akk. Sg. müline
––– oder –––
im Dat. Pl. müline
––– oder –––
mhd.
mül ›Mühle‹2
––– oder –––
fnhd.
*müle ›Mühle‹
<
mhd.
mül ›Mühle‹3
––– oder –––
mhd.
müle ›Mühle‹4
2.
Bestimmungswort (temporär)
fnhd.
Verbalstamm bochsel- ›klopfen, hämmern, starke (dumpfe) Geräusche von sich geben‹5
3.
Bestimmungswort (temporär)
Familienname Hienlein 6 im Gen. Sg. Hienleins
4.
Bestimmungswort (sekundär)
wohl
Familienname Göhle 7 im Gen. Sg. Göhlen
Namenbedeutung
›Stampfmühle, die polternde Geräusche verursacht‹8
––– oder –––
›Mühle des Hienlein‹9
––– oder –––
wohl
›Mühle des Göhle‹10
Kommentar
Das Bestimmungswort Göhl- stellt Dertsch11( »Mühle an einem ›ger‹«) zum Appellativ nhd. Gehr, Gehren im Sinne von ›keilförmiges (wie ein Speer geformtes) Landstück‹12, doch hat dieses keine Entsprechung in der Belegreihe.
Lexer I, Sp. 2221.Lexer I, Sp. 2221.Lexer I, Sp. 2221.Lexer II, Sp. 786.FWB-online.Brechenmacher I, S. 715.Brechenmacher I, S. 574.Dertsch, HONB Kempten, Nr. 379.AW10 AW11 Dertsch, HONB Kempten, Nr. 379.12 DWB IV,I,2, Sp. 2542.