Ortsname

Unterknöringen


Pfarrdorf (Pfd)
Bezirk Schwaben, Lkr. Günzburg, Gde. Stadt Burgau
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Historische Schreibformen

1095
Kopie 17. Jh.
praedium apud villam Choringen
1190

H. v. Chenorinch
1197

Tiemo de Knoringen
[1209 oder früher]
Kopie 14. Jh.
Chnoringen
1209

Eglolf de Knoͤringin
1242

Ulrich de Knoͤringen
[12.]/[13.] Jh.
 zu 1069; Kopie 17. Jh.
Vdalricus de Knöringen
1293

von Gnoringen
1367
Kopie 16. Jh.
von Kneringen
1375

Heinrich von Knöringen Konrad von Knoͤringen ze vndern Knöringen ze nidern Knoͤringen
1478

zuͦ Vnderknöringen zuͦ ... Vnder Knöringen
1530

Wilhelm von Knöringen Schloss und Dorf Unterknöringen

Mundartformen

[ųntᵊgŋę̄ǝrįŋǝ̃]
[nax ųnd̩ᵊgŋę̄ǝrįŋǝ nouv]
OffingenAD
[gŋę̄ǝrįŋǝ, ųndᵊrgŋę̄ǝrįŋǝ]

Namenerklärung

Unter
3.
·
knör
2.
·
ingen
1.
1.
Suffix
ahd.
-ing- (Zugehörigkeit) im Dat. Pl. -ingun
2.
Basis
ahd.
Personenname (Übername) Chnor(o) 1
vgl.
ahd.
Adjektiv chniurig ›muskulös‹2
––– oder –––
ahd.
Personenname (Übername) Chnōro
vgl.
nhd.
knören ›drängen‹3 (Verb)
––– oder –––
Familienname Knör 4
(lies: »Chnȫro«)
3.
Zusatz (sekundär)
fnhd.
Adjektiv *under ›unter‹ im Dat. *underen
<
mhd.
Adjektiv under ›unter‹5
4.
Zusatz (temporär)
fnhd.
Adjektiv *nidere ›unter, niedrig, tief‹ im Dat. *nideren
<
mhd.
nidere ›unter, niedrig, tief‹6
Namenbedeutung
›bei den Leuten des Chnor(o)‹7
––– oder –––
›bei den Leuten des Chnȫro‹8