Ortsname

Scheppach


Pfarrdorf (Pfd)
Bezirk Schwaben, Lkr. Günzburg, Gde. Markt Jettingen-Scheppach
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Historische Schreibformen

Mundartformen

[šęb̩ǝ]
[ouv šęb̩ǝ nâ]
BurtenbachAD
[šępǝ]
[ouv šęb̩ǝ]
RöfingenAD

Namenerklärung

Schep
2.
·
pach
1.
1.
Grundwort
ahd.
bah ›Bach‹1
––– oder –––
mhd.
bach ›Bach‹2
2.
Bestimmungswort
möglicherweise
ahd.
*sketi ›Schatten‹
>
mhd.
schete ›Schatten‹3
––– oder –––
möglicherweise
mhd.
schete ›Schatten‹4
––– oder –––
ahd.
Personenname (Kurzname) Scat(t)o 5 im Gen. Sg. Scat(t)in
––– oder –––
mhd.
Verbalstamm sched- ›schädigen‹6
Namenbedeutung
möglicherweise
›(Siedlung am) Bach, der im Schatten fließt‹7
––– oder –––
möglicherweise
›(Siedlung am) Bach des Scat(t)o‹8
––– oder –––
möglicherweise
›(Siedlung am) Bach, der (bei Hochwasser) Schaden anrichtet‹9
Kommentar
Bei allen Ansätzen ergibt sich das Problem, dass für den im Bestimmungswort jeweils enthaltenen Primärumlaut e im Dialekt eigentlich geschlossenes e und nicht offenes zu erwarten wäre10. Zwar wäre beim Zutreffen von Ansatz 2 (Personenname *Scat(t)o im Genetiv *Scat(t)in) eher mit Sekundärumlaut zu rechnen, doch dagegen sprechen fehlendeä-Schreibungen. Wegen fehlender ei-bzw. ai-Schreibungen im Bestimmungswort kann dieses nicht mit Förstemann11 zu ahd. *skeida ›Scheide, Trennung, Grenze‹(vgl. ahd. wegaskeida ›Kreuzweg, Scheideweg‹12 gestellt werden13.