Ortsname

Unterthürheim


WJSR
Pfarrdorf (Pfd)
Bezirk Schwaben, Lkr. Dillingen an der Donau, Gde. Buttenwiesen
→ Ortsdatenbank

Historische Schreibformen

[996-1000]

de duabus uillis Tureheim
1242

Dorf Thuͤrhein
1254

Nideren Dvͦrhain
1266

in inferiori Tvrhain Turhaim
1281

in villa que dicitur Nidern Turhein
1351

ze Nidertuͤrhaͤim ze Niderturhaim
1403

ze Vndern Tuͤrhain
1410

zu Vnder Dürhain
1792

Unterthuͤrheim

Mundartformen

[dų̈r̩e]
[... įn dų̈r̩e ...]
ButtenwiesenAD

Namenerklärung

Unter
4.
·
Thür
2.
·
heim
1.
1.
Grundwort
ahd.
*heim ›Wohnsitz, Heimstatt‹
>
mhd.
heim ›Haus, Heimat‹1 im Nom Akk. Sg. heim
––– oder –––
im Dat. Sg. heime
––– oder –––
im Dat. Pl. heimun
2.
Bestimmungswort
nicht sicher bestimmbar
ahd.
turi ›Tür‹2
––– oder –––
ahd.
Flussname Dúria 3 (älterer Name des Flusses Zusam)
3.
Zusatz (temporär)
mhd.
Adjektiv nider ›unter, niedrig, tief‹4 im Dat. nideren
4.
Zusatz (sekundär)
fnhd.
Adjektiv *under ›unter‹ im Dat. *underen
<
mhd.
Adjektiv under ›unter‹5
Namenbedeutung
›Heimstatt bei einer mit einer Tür vergleichbaren Öffnung (?)‹6
––– oder –––
›Heimstatt im Gau [oder am Fluss] namens *Türe &amp;lt; Duria (?)‹7
Kommentar
Der Ansatz mit ahd. turi ist lautlich möglich, jedoch semantisch fraglich. Aber auch eine Verbindung zum älteren Namen des Flusses Zusam ist in Bezug auf den Raum Buttenwiesen/Wertingen zweifelhaft.
Lexer I, Sp. 1216.Starck/Wells, S. 719.Kehr, MGH DD Arnolf, Nr. 159.Lexer II, Sp. 70.Lexer II, Sp. 1779.WJWJ