Ortsname

Scherstetten


Pfarrdorf (Pfd)
Bezirk Schwaben, Lkr. Augsburg, Gde. Scherstetten
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Historische Schreibformen

1252

Liugardis de Schersteten
1259

Bertoldus de Schersteten in Schersteten cum monte et villa
[1279-1284]

Schersteten
1345

Hans von Scherstetten
1483

Scherstötten
1542

zu Scherstetn
1557

Scheerstetten
1589

Serstetten
1753

Scherstetten

Mundartformen

[šę̄əšdḗtə ]
GrabenAD

Namenerklärung

Scher
2.
·
stetten
1.
1.
Grundwort
mhd.
stat ›Ort, Stelle, Stätte‹1 im Dat. Pl. steten
2.
Bestimmungswort
mhd.
schër ›Maulwurf‹2 (evtl. als Personenname (Übername) *Schër)
––– oder –––
mhd.
schër ›Scherer‹3 (evtl. als Personenname (Übername) *Schër)
––– oder –––
mhd.
schër ›abgeteiltes Stück Land, Wiese‹4
––– oder –––
mhd.
schëre ›Felszacke, Klippe, Schere‹5
Namenbedeutung
›bei den Wohnstätten in maulwurfreichem Gebiet bzw. einer Person namens Schër‹6
––– oder –––
›bei den Wohnstätten des Scherers bzw. des Schër‹7
––– oder –––
›bei den Wohnstätten auf/bei einem ab- oder zugeteilten Landstück‹8
––– oder –––
›bei den Wohnstätten an der Klippe/dem Abhang‹9
Lexer II, Sp. 1144.Lexer II, Sp. 706.Lexer II, Sp. 706.Lexer II, Sp. 706.Lexer II, Sp. 707.WJReitzenstein, Lexikon schwäbischer Ortsnamen, S. 342.WJWJ