Ortsname

Klingen


Pfarrdorf (Pfd)
Bezirk Schwaben, Lkr. Aichach-Friedberg, Gde. Stadt Aichach
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Historische Schreibformen

[1180-1183]

de Chlingen
[wohl hierher]
[1231]-1234

Machamshoven
1254

in Machanshofen
1414
Kopie 15. Jh.
von Clingen
1423

zu Klingen
Kommentar
Die Zuordnung des Erstbelegs gilt nicht als gesichert. Nach Reitzenstein1 gehört diese Namesform in die vorliegende Belegreihe, während der Herausgeber2 der Edition darin einen Ortsteil der Stadt Hemnau, Lkr. Regensburg sieht. Einige Belege des 13. Jahrhunderts benennen Klingen als Machamshoven. Dabei handelt es sich um den alten Namen des Kirchenviertels in Klingen, der als pars pro toto auf den gesamten Ort bezogen wird3. Zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert taucht im Altlandkreis der Ortsname Fucklingen4 auf, bei dem immer wieder diskutiert wurde, ob es sich um Klingen handelt. Das ist allerdings nicht gesichert5.

Mundartformen

[glįŋɐ]
[... aov glįŋɐ]
IgenhausenAD
[glįŋɐ]
[nox glįŋɐ]
SchiltbergAD
[glįŋɐ]

Namenerklärung

Klingen
1.
1.
Benennungswort
mhd.
klinge 1 im Dat. Sg. klingen
Namenbedeutung
›(Siedlung) an der Talschlucht (der Ecknach)‹2
Machams
2.
·
hofen
1.
1.
Grundwort
mhd.
hof ›Ökonomiehof, Inbegriff des Besitzes an Grundstücken und Gebäuden‹3 im Dat. Pl. hoven
2.
Bestimmungswort
wohl
mhd.
Personenname (Vollname) *Macham im Gen. Sg. *Machames
zu
mhd.
Personennamenstamm Măg- 4
––– oder –––
mhd.
Personennamenstamm Ham- 5
Namenbedeutung
wohl
›die Höfe des Macham‹6
––– oder –––
wohl
›bei den Höfen des Macham‹7