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Geschichte Bayerns
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[GBay] Neuerscheinung: Stahleder: Gern. Ein Bauerndorf wird Künstlerkolonie
- To: Mailingliste GBay <geschichte-bayerns_AT_lists.lrz-muenchen.de>
- Subject: [GBay] Neuerscheinung: Stahleder: Gern. Ein Bauerndorf wird Künstlerkolonie
- From: Thomas Paringer <T.Paringer_AT_kbl.badw-muenchen.de>
- Date: Tue, 28 Sep 2010 19:28:11 +0200
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Betreff: Münchner Geschichte(n), Folge 14/2010: Ein Bauerndorf wird
Künstlerkolonie
Datum: Tue, 28 Sep 2010 11:04:24 +0200
Von: "Volk Verlag" <newsletter_AT_volkverlag.de>
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Aus dem Newsletter des Volk Verlags:
VOLK VERLAG 14/2010
MÜNCHNER GESCHICHTE(N): Ein Bauerndorf wird Künstlerkolonie
Liebe Leserin, lieber Leser,
von Anfang an war die Siedlung Gern maßgeblich geprägt von der dort
ansässigen Kunstszene - ein Ruf, von dem der gleichnamige Münchner
Stadtteil bis heute zehrt. Wer weiß dagegen noch von den vier
Bauernhöfen, die ursprünglich das Dorf Gern bildeten? Mit der
Villenkolonie, die Jakob Heilmann in den 1890er Jahren errichtete,
änderte sich alles. Gern wurde Künstlerkolonie.
An die 50 Häuser rund um die Gerner Straße verfügten über gut ausgebaute
Dachbodenateliers und repräsentative Ausstellungs-räume; großflächige
Fenster-ausbauten nach Norden hin garantierten gleichmäßige
Lichtverhältnisse und verrieten den auf den Gerner Straßen Flanierenden
oft, hinter welchen Haus-fassaden Kunstmaler oder Bildhauer fleißig zu
Werke gingen.
Bis ins Jahr 1930 lassen sich ca. 400 Künstler in Gern nachweisen, die
berühmtesten unter ihnen sind wohl Thomas Theodor Heine, Julius Adam,
Ernst Liebermann und Peter von Halm. Überliefert sind zahlreiche
Portraits der Kunstschaffenden aus jener Zeit. Die Bilder sollen gut
situierte Bürger zeigen, die es zu etwas gebracht haben. Keine
Schnappschüsse von "men at work", sondern repräsentative Arrangements in
ordentlich ausstaffierten Räumen, die Künstler im Sonntagsstaat vor
einer Auswahl ihrer Werke sitzend.
Das Stadtarchiv München verfügt über einen umfangreichen Bildbestand,
der den baulichen und strukturellen Umbruch Gerns in den Jahren 1850 bis
1920 dokumentiert. Weitestgehend zum ersten Mal werden diese Bilder nun
in der Publikation "Gern" veröffentlicht, die Texte stammen vom
Historiker Helmuth Stahleder. In der Reihe "Zeitreise ins alte München",
herausgegeben vom Stadtarchiv München, ist bereits der Band "Sendling"
erschienen.
Helmuth Stahleder
Gern - Zeitreise ins alte München
Hardcover; mit umfangreichem Bildanteil, 154 Seiten;
19,90 € (D)
ISBN 978-3-937200-76-7
mehr zum Buch
<http://www.volkverlag.de/shop/gern-zeitreise-ins-alte-munchen>
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Alexander Langenmaier
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