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[GBay] Neuerscheinung: Schiermeier, Panorama München



Von:         Franz Schiermeier <franz.schiermeier_AT_web.de>
Datum:     6.5.2010 
Thema:     Neuerscheinung: Schiermeier, Panorama München
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Franz Schiermeier: Panorama München - Illusion und Wirklichkeit
Herausgegeben vom Stadtarchiv München
mit einem Vorwort von Dr. Michael Stephan

Die Publikation „Panorama München“ zeigt zwei Facetten eines besonderen Mediums in München: 

Zum einen fotographische und graphische Panoramen der Stadt München von 1826 bis heute, die von Münchner Kirchtürmen bzw. hohen Gebäuden erstellt wurden. Neun dieser Panoramen liegen der Mappe als großformatige Nachdrucke (bis 2,76 m Länge) bei:
1826 	Panorama vom Kgl. Hoftheater
1841 	Panorama vom Petersturm für die Städtische Feuerwehr
1857 	Panorama von der Haidhauser Pfarrkirche
1858 	Panorama vom Petersturm
1890 	Panorama von der Mariahilfkirche in der Au
1896 	Panorama von der Matthäuskirche in der Sonnenstraße
1910 	Panorama vom Neuen Rathaus
1956 	Panorama vom Heizkraftwerk in der Müllerstraße
2009 	Panorama vom Petersturm

Einige der Panoramen wurden von berühmten frühen Münchner Fotographen aufgenommen, wie Georg Böttger, der 1857 und 1858 Panoramen vom Turm der Peterskirche bzw. dem gerade im Bau befindlichen Turm der neuen Haidhauser Pfarrkirche fertigte.
Die Bilder zeigen anschaulich insbesondere morphologische Aspekte der Stadt, die durch historische Ansichten einzelner Gebäude oder Straßenzüge kaum erkennbar werden. Auffällig ist, dass viele der Panoramen erstellt wurden, kurz nachdem wichtige Neubauten gerade fertig gestellt waren oder der Bau unmittelbar bevor stand. Die Aufnahmen zeigen damit auch die grundlegenden Maßstabssprünge in der Münchner Stadtentwicklung des 19. Jahrhunderts.

Im Begleitband „München als Zentrum der Panoramenmalerei“ wird die Rolle der Stadt München als Produktions- und Ausstellungsort für die großen Panorama-Gemälde des ausgehenden 19. Jahrhunderts aufgezeigt. Obwohl es in Berlin bis zu sechs große Panorama-Ausstellungsgebäude gab, in München immerhin drei, entwickelte sich München als das Zentrum der Produktion in Deutschland. Gründe dafür waren vor allem die internationale Bedeutung der Münchner Kunstakademie in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts und deren Ausrichtung zu einer naturalistischen und historistischen Malerei. Bei deren Protagonisten Karl von Piloty, Wilhelm von Diez, Friedrich von Kaulbach u.a. haben viele der Panoramenmaler studiert. 
Ein Heer von gut ausgebildeten Kunststudenten stand für die personalaufwändigen Panorama-Produktionen zur Verfügung. Teilweise waren bis zu 20 Künstler an einem Gemälde beschäftigt. 

In der Regel wurden die Monumentalgemälde von internationalen Panorama-Gesellschaften in Auftrag gegeben, die zwar nur nach kommerziellen Gesichtspunkten arbeiteten aber auch größten Wert auf historische Recherchen und eine professionelle Ausarbeitung legten. Ziel war ja, dem Besucher eine perfekte Illusion zu liefern. Der technische und organisatorische Aufwand, der für diese Inszenierungen betrieben wurde ist auch aus heutiger Sicht eindrucksvoll. Von den Atelier- und Ausstellungsgebäuden u.a in der Theresienstraße, in der Goethestraße, in Schwabing und auf der Theresienhöhe ist heute nichts mehr erhalten.

Über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren wurden mehr als 40 Panoramen in München und von Münchner Künstlern produziert. Nicht nur in den hier vorhandenen eigenen Panorama-Ateliers auf der Theresienhöhe bzw. in Schwabing, sondern auch in Polen, Belgien, Russland und sogar in den Vereinigten Staaten. Einige der Panoramenmaler wie Louis Braun, Hans von Petersen und Philipp Fleischer traten auch als eigene Unternehmer auf und gehörten zu den bestbezahltesten Künstlern ihrer Zeit. 

Während zu Beginn der Panoramania des späten 19. Jahrhunderts in erster Linie Schlachtenbilder vor allem des Deutsch-Französischen Kriegs als Motive dienten kamen später auch antike Städte, ferne Landschaften und Szenen aus der Bibel hinzu. Panoramen mit Darstellungen der Kreuzigung Christi wurden zum regelrechten Verkaufsschlager aus München. Mehr als ein Dutzend Kreuzigungspanoramen kreisten um die Kontinente. 
Bei allen waren Münchner Künstler beteiligt.

Die Publikation beschreibt die Entwicklung der frühen Panoramen des beginnenden 19. Jahrhunderts und die Entwicklung der Panorama-Industrie im München des späten 19. Jahrhunderts. Vorgestellt werden die wichtigsten Münchner Panorama-Maler, die Produktionstechniken und die Atelier- und Ausstellungsgebäude in München. Mehr als 40 Panoramen werden im Einzelnen mit zahlreichen Bilddokumenten vorgestellt. Es folgt eine Zusammenstellung der Produktions- und Ausstellungszeiten und biographische Angaben zu ca. 70 Malern und Produzenten.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter:
franz-schiermeier-verlag.de

Panorama München
Illusion und Wirklichkeit
Ladenpreis: 48,50 Euro

Mappe mit 9 Münchner Fotopanoramen, 
jeweils ca. 29 x 276 cm bzw. 184 cm
 
Begleitbuch:
München als Zentrum der Panoramenmalerei 
112 Seiten, Format 29 x 23 cm,
mit zahlreichen großformatigen Abbildungen 
der Panorama-Gebäude und Ateliers, 
der Gemälde, Ausstellungsplakate 
und Biographien von ca. 70  Panoramenmalern.	
ISBN: 978-3-9813190-1-9

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Franz Schiermeier
Verlag
Waltherstraße 28
80337 München

Tel  089 599 477 51
Fax  089 599 477 52
franz-schiermeier-verlag.de

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