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[GBay] Tagung: Die Kirchen und die NS-Verbrechen



Von: presseservice_AT_hechtlundhechtl.de
Datum: Do 04.03.2010
Betreff: Tagung: Die Kirchen und die NS-Verbrechen
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Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte 

Die Kirchen und die NS-Verbrechen

Das Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte thematisiert anlässlich des Ökumenischen Kirchentags in München das Verhalten der Kirchen zu den Verbrechen im nationalsozialistischen Staat. Ein Beitrag zum interkonfessionellen Dialog.

Nicht zur gewohnten Zeit im Oktober, sondern bereits am 14. und 15. Mai 2010 veranstalten Stadt und Jugendgästehaus Dachau das diesjährige Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte. Denn in diesen Tagen wird München anlässlich des 2. Ökumenischen Kirchentags zum Zentrum der Christen in Deutschland - der Anlass für die Veranstalter, das diesjährige Symposium dem Thema „Die Kirchen und die Verbrechen im Nationalsozialisten Staat“ zu widmen. 

Die wissenschaftliche Leitung haben Prof. Dr. Thomas Brechenmacher von der Universität Potsdam und Prof. Dr. Harry Oelke von der Ludwig-Maximilians-Universität München übernommen. 

Das 11. Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte soll einen Beitrag zur differenzierten Erforschung des schwierigen Themas „Die Kirchen und die Verbrechen im Nationalsozialisten Staat“ leisten. Denn bis heute findet es meist nur in Teilaspekten öffentliche Aufmerksamkeit  darunter die zwei-felsohne wichtigen Fragestellungen nach der Reaktion der Entscheidungsträger und zu einzelnen Verbrechenskomplexen. Das Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte wird das Thema weit fassen. Dabei wird der Blick vergleichend auf die katholische und die evangelische Kirche gelenkt: Die Referenten werden sich grundlegend dem zeitgenössischen kirchenrechtlichen und ethischen Handlungshorizont der Kirchen zuwenden und das komplexe Beziehungsgefüge zu verbrecherischen Maßnahmen wie Zwangssterilisation, Euthanasie, Zwangsarbeit und Judenverfolgung bestimmen. Schließlich werden die Nachwirkungen und Aspekte der Schuldfrage nach 1945 in den Fokus genommen. Dabei geht es zum einen darum, Ambivalenzen, Resistenzen und Verstrickungen in der Haltung der Kirchen gegenüber den Verbrechen des NS-Staates auszuloten. Zum anderen werden die konkreten Handlungsspielräume der Kirchen diskutiert. Dabei muss natürlich in Betracht gezogen werden, dass beide Kirchen auch im Fokus des Unrechtsstaates standen und teilweise Ziel eines nationalsozialistischen Kultur- bzw. Kirchenkampfes waren. Die inhaltlich breite Anlage des Symposiums dient jedoch nicht der differenzierten Erforschung. Vielmehr hilft sie aus Anlass des 2. Ökumenischen Kirchentages, den Weg für den interkonfessionellen Dialog über den Umgang mit der Vergangenheit der beiden großen christlichen Kirchen zu ebnen.

Das Symposium findet am 14. Mai im Jugendgästehaus Dachau und am 15. Mai in der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte statt.

Jetzt anmelden: 
Die Kosten für die Teilnahme mit Verpflegung belaufen sich auf 35,- Euro pro Person. Anmeldungen zum Symposium sind online unter  <http://www.dachauer-symposium.de/> möglich. Hier sind auch Informationen über Ermäßigungen abrufbar. 

Die sonst üblichen Übernachtungsmöglichkeiten im Jugendgästehaus können aufgrund des Kirchentags nicht angeboten werden.

Dachauer Symposium als Ort der Auseinandersetzung und Begegnung
Die Dachauer Symposiumsreihe ist ein wichtiger Meilenstein in der Ausein-andersetzung der Stadt mit ihrer Vergangenheit: Dachau - als Standort des Konzentrationslagers weltweit Synonym für die Gräueltaten des Dritten Reiches - mied lange Zeit die Auseinandersetzung. Heute setzt sich die Stadt uneingeschränkt und aktiv für eine umfassende Aufklärung und Diskussion ein.
Als Lernort will sie Begegnung und Dialog fördern. Neben den Symposien leisten hier insbesondere die Aktivitäten des Jugendgästehauses, die jährlich stattfindende internationale Jugendbegegnung sowie themenbezogene Ausstellungen wichtige Beiträge. 


Weitere Informationen:
Dr. Bernhard Schossig, 
Projektleiter Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte
Tel.:+49 89 715235
E-Mail: bernhard.schossig_AT_web.de 


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