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[GBay] Veranstaltungen: KZ-Gedenkstätte Dachau
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- Date: Mon, 8 Feb 2010 19:04:45 +0100
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- Thread-topic: [GBay] Veranstaltungen: KZ-Gedenkstätte Dachau
Von: Nina Theofel [theofel_AT_kz-gedenkstaette-dachau.de]
Datum: Mo 08.02.2010
Betreff: Aktuelle Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau
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Aktuelle Veranstaltungen der KZ-Gedenkstätte Dachau: Ausstellungen, Zeitzeugenreihe
Übersicht
1. Ausstellung über den Zeitzeugen und Künstler Max Mannheimer anlässlich seines 90. Geburtstags:
"Ich male nur für mich." Max Mannheimer - ben jakov
2. Veranstaltungsreihe "Dachauer Zeitzeugengespräche":
Am 17. Februar 2010 berichtet Jean Samuel aus Frankreich: „In diesem Moment habe ich beschlossen, mich aufzulehnen“.
3. Ausstellung "Solly Ganor – Das andere Leben. Die jüdischen Kinder von Kovno 1941-1945".
Noch bis 22. Februar im Münchner Gasteig
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1.
Ausstellung über den Zeitzeugen und Künstler Max Mannheimer anlässlich seines 90. Geburtstags:
"Ich male nur für mich." Max Mannheimer - ben jakov
Anlässlich des 90. Geburtstages von Max Mannheimer widmet die KZ-Gedenkstätte Dachau ihm die Ausstellung " 'Ich male nur für mich.' Max Mannheimer – ben jakov". Im Mittelpunkt stehen Biografie und Wirken des Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer, der als ben jakov künstlerisch tätig ist.
Zur Eröffnung der Ausstellung am 11. Februar (im Kinosaal der Gedenkstätte) sind Sie herzlich eingeladen.
Es sprechen: Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, Nicolaus Gradl, Stadtrat der Landeshauptstadt München, die Ausstellungskuratorin Dr. Michaela Haibl und die ehemalige Leiterin der Gedenkstätte Dr. h.c. Barbara Distel.
Die Ausstellung ist bis 14. April in der Gedenkstätte zu sehen, am 13. April wird im Besucherzentrum der Ausstellungskatalog präsentiert.
Max Mannheimer wurde in Neutitschein (Novy Jicin) in der Tschechoslowakei geboren und lebt heute in der Nähe von München. Fast seine gesamte Familie wurde in Auschwitz ermordet, er selbst überlebte mehrere Konzentrationslager, darunter Auschwitz und Dachau. Als Zeitzeuge und Vermittler engagiert sich Max Mannheimer seit vielen Jahren für die Erinnerung an die Verbrechen in der NS-Zeit. Seine Vermittlungsarbeit und seine Kunst sind Teil der persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen schmerzhaften Vergangenheit.
2.
Veranstaltungsreihe "Dachauer Zeitzeugengespräche":
Am 17. Februar 2010 berichtet Jean Samuel, Frankreich: "In diesem Moment habe ich beschlossen, mich aufzulehnen"
Zu unserem dritten "Dachauer Zeitzeugengespräch" laden wir Sie herzlich ein. Jean Samuel aus Frankreich berichtet über Resistance und Verfolgung.
Zeit, Ort, Programm:
Mittwoch, 17. Februar 2010, 19 Uhr, im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau (Pater-Roth-Straße 2a).
Einführung durch Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau.
Der Zeitzeugenbericht wird durch Sylvie Graffard, Comité International de Dachau (CID), aus dem Französischen übersetzt.
Zur Biografie des Zeitzeugen Jean Samuel:
Jean Samuel wurde 1923 in Paris als Sohn einer jüdischen nicht-praktizierenden Familie geboren. 1940, im Jahr der Besetzung Frankreichs, schloss er gerade die Schule ab. Als Jean Samuel sich im Polizeikommissariat den Zusatz „Jude“ in den Pass stempeln lassen musste, wurde das für ihn zum Auslöser, sich dem Widerstand anzuschließen: „In diesem Moment habe ich beschlossen, mich aufzulehnen“. Über seinen Bruder kam er in Kontakt mit der Résistance. Zunächst organisierte er den Nachschub für Partisanen, dann arbeitete er bei einer Gruppe, die gefälschte Papiere für den Widerstand herstellte.
1944 verhaftete die Gestapo Jean Samuel in Paris und verhörte ihn unter brutaler Folter. Nach mehreren Zwischenstationen kam er mit einem Transport, der als Todeszug bekannt wurde, ins KZ Dachau: Die mehrtägigen Strapazen bei Sommerhitze in völlig überfüllten Waggons überlebte ein Großteil der Mithäftlinge nicht. Bis zur Befreiung wurde Jean Samuel in Dachau und den Außenkommandos Neckarelz und Neckargerach des KZ Natzweiler-Struthof festgehalten. Heute lebt Jean Samuel, der in Frankreich mehrfach für seine Widerstandstätigkeit ausgezeichnet wurde, in Paris und ist Generalsekretär des CID.
Zur Reihe "Dachauer Zeitzeugengespräche":
In der Veranstaltungsreihe „Dachauer Zeitzeugengespräche“ berichten Überlebende des Konzentrationslagers Dachau und seiner Außenlager über ihre
Verfolgungsgeschichte, die Haft- und Arbeitsbedingungen als KZ-Gefangener und die lebenslangen Folgen dieser Erfahrungen. Die Zeitzeugen kommen aus
verschiedenen Ländern, unter anderem den USA, Israel, Frankreich, Polen und Italien. Die "Dachauer Zeitzeugengespräche" finden alle ein bis zwei Monate im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte statt.
3.
Ausstellung „Solly Ganor – Das andere Leben. Die jüdischen Kinder von Kovno 1941-1945“.
Noch bis 22. Februar im Münchner Gasteig
Jüdische Kinder aus Kaunas (Kovno) in der NS-Zeit stehen im Mittelpunkt der Fotoausstellung „Solly Ganor – Das andere Leben“. Das Ghetto von Kaunas im von Deutschland besetzten Litauen, der Außenlagerkomplex Landsberg-Kaufering des KZ Dachau und der Todesmarsch durch Oberbayern – diese drei Stationen prägten die Kindheit und Jugend von Solly Ganor. Sie stehen im Mittelpunkt seines Buches „Das andere Leben“ (deutsche Erstausgabe 1997, Fischer Taschenbuchverlag) wie auch der gleichnamigen Ausstellung, die 2008 in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat München entstanden ist. Für Solly Ganor bedeutet die Ausstellung, „ein Versprechen zu erfüllen, das ich meinen ermordeten Freunden gegeben habe“. Aus dem Ghetto Kaunas sind zahlreiche Bilder des jüdischen Fotografen George Kadish überliefert, die dieser heimlich aufgenommen hat. Sie dokumentieren die grausame Realität des Ghettolebens, geben den verfolgten und ausgegrenzten Menschen aber auch ein Gesicht. Ergänzt werden sie durch Fotos vom Todesmarsch und aus den befreiten Konzentrationslagern bei Landsberg und Kaufering.
Mit freundlichen Grüßen,
Nina Theofel
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KZ-Gedenkstätte Dachau
Alte Römerstr. 75
85221 Dachau
Nina Theofel
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 08131 - 66997-125
Fax: 08131 - 2235
Öffnungszeiten / Opening hours:
Die. - Son. von 9.00 bis 17.00 Uhr
Tue. - Sun. from 9.00 am to 5.00 pm
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