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[GBay] Neuerscheinung: Coburger Universitätsbesuche im Mittelalter



Betreff: Neuerscheinung: Coburger Universitätsbesuche im Mittelalter 
Von: Horst Gehringer [horst.gehringer_AT_staco.bayern.de] 
Datum: 29.12.2009 
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der Liste,

vor wenigen Tagen erschien als Band 23 eine weitere Veröffentlichung in 
der Schriftenreihe der Historischen Gesellschaft Coburg.

Lang, Thomas; Sobotta, Julia: Coburger Universitätsbesuche im 
Mittelalter. Coburg 2009. (=Schriftenreihe der Historischen Gesellschaft 
Coburg. 23)
91 S. Preis: 12,90 Euro. ISBN: 3-9810350-5-4

Der Band kann über die Historische Gesellschaft über die unten genannte 
Adresse oder bei den Coburger Buchhandlungen bestellt werden.

Zum Inhalt: Die Universität ist seit dem hohen Mittelalter eine der 
wichtigsten kulturellen Einrichtungen Europas. Im Spätmittelalter 
entstand auch im deutschsprachigen Raum eine Reihe von Universitäten, 
angefangen mit Prag (1348) über Wien (1365), Heidelberg (1386), Köln 
(1388) und Erfurt (1392). Der vorliegende Band behandelt zunächst die 
Universitätslandschaft aus der Perspektive von Coburger Studenten des 
15. und frühen 16. Jhs. Welche Universitäten standen ihnen zur 
Verfügung? Sollten sie an die "teuere" Universität Erfurt gehen oder 
sich für eine der "Massenuniversitäten" des Spätmittelalters wie Köln, 
Wien oder Leipzig entscheiden? Diese Fragen werden im ersten Teil des 
Buches aufgeworfen, jeweils illustriert durch konkrete Beispiele 
einzelner Coburger Studenten. Wichtig waren dabei die Sozialstruktur der 
Studenten und ihre Verortung in der Stadtgemeinde des Spätmittelalters, 
abgerundet von dem Versuch, an einzelnen Studenten die Bedeutung von 
universitärer Bildung bereits im Spätmittelalter nachzuzeichnen.
Im zweiten Teil werden die Coburger Studenten aus der Perspektive der 
Universität Leipzig, die in diesem Jahr ihr 600jähriges Bestehen feiern 
konnte, untersucht. Leipzig galt seit dem Beginn des 15. Jhs. bis zur 
Gründung der Universität Wittenberg 1502 als "Hausuniversität" der 
Coburger, lag es doch wie Coburg im Herrschaftsbereich der Wettiner.
Erörtert werden Fragen der neueren Bildungsgeschichte: Welche Bedeutung 
hatten die Coburger für Leipzig? Welche Reiseroute nahmen sie im 15. 
Jh.? Lassen sich bereits anhand der Zusammensetzung von studentischen 
Reisegruppen Aussagen über die Vernetzung der Studenten machen? Wie lief 
der konkrete Studienalltag ab? Welche Veranstaltungen wurden besucht und 
wie sah der Unterricht aus?
Am Ende wird der besondere Fall eines Coburger Professors an der 
Universität Leipzig beschrieben, der mit seinen Kollegen in Konflikt 
geriet und einen jahrelangen juristischen Streit mit der Universität 
austrug.

Mit allen guten Wünschen für das Neue Jahr und
freundlichen Grüßen

Horst Gehringer

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Horst Gehringer
Diplom-Archivar (FH)
Leiter des Staatsarchivs
Stellv. Vorsitzender der Historischen Gesellschaft

Staatsarchiv Coburg
Herrngasse 11
D-96450 Coburg

Tel. +49 (0)9561 42707-11
Fax  +49 (0)9561 42707-20
Internet: http://www.gda.bayern.de
mailto:horst.gehringer_AT_staco.bayern.de
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