geschichte-bayerns@lists.lrz-muenchen.de
Geschichte Bayerns
[Date Prev][Date Next][Thread Prev][Thread Next][Date Index][Thread Index]
[GBay] Newsletter des Zentralinstituts fuer Kunstgeschichte
- To: "geschichte-bayerns_AT_lists.lrz-muenchen.de" <geschichte-bayerns_AT_lists.lrz-muenchen.de>
- Subject: [GBay] Newsletter des Zentralinstituts fuer Kunstgeschichte
- From: "Latzin, Ellen" <Ellen.Latzin_AT_badw-muenchen.de>
- Date: Fri, 4 Dec 2009 14:57:16 +0100
- Accept-language: de-DE
- Acceptlanguage: de-DE
- Reply-to: geschichte-bayerns_AT_lists.lrz-muenchen.de
- Sender: owner-geschichte-bayerns_AT_lists.lrz-muenchen.de
- Thread-index: Acp06bA4ttir//CBSJiA+W+vm3EUCQ==
- Thread-topic: [GBay] Newsletter des Zentralinstituts fuer Kunstgeschichte
Von: "Lauterbach, Iris" <I.Lauterbach_AT_zikg.eu>
Betreff: ZI-Newsletter Dezember 2009
Datum: 02.12.2009
---------
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir moechten Sie auf einige Meldungen aus dem Newsletter des Zentralinstituts fuer Kunstgeschichte (ZI) vom Dezember 2009 aufmerksam machen:
1. Veranstaltungen
----------------------------------------------------------------------------------------
Beginn und Ort: 18 Uhr c.t., Zentralinstitut fuer Kunstgeschichte, Meiserstr. 10, 80333 Muenchen, Vortragssaal 242
16.12.2009: Juergen Rapp, Muenchen
Der "benediktinische Himmel" von Johann Evangelist Holzer in Muensterschwarzach. 3D-Rekonstruktion des zerstoerten Jahrhundertwerkes von 1737/39 anhand des Augsburger Originalentwurfs
Dr. Juergen Rapp: Geb. 1972 in Berlin. Gymnasialzeit in den evang. Klosterinternaten Maulbronn und Blaubeuren. Studium der evang. Theologie und Philosophie in Tuebingen, Berlin (Ost und West) als Stipendiat des Evang. Stifts in Tuebingen, Abschluss als Dipl.Theologe. Nach Beschaeftigung im Kunst-und Buchhandel Studium der Kunstgeschichte in Tuebingen, Berlin, Muenchen, Dissertationstipendium der Deutschen Studienstiftung, Dissertation "Die 'Favola' in Giorgiones 'Gewitter'" und Promotion 1998 TU Berlin. Forschungsschwerpunkte: Graphik und Malerei der fruehen Neuzeit ca 1500 - ca 1800. Seit 2005 Erfassung des Werkkomplexes von Johann Evangelist Holzer (Burgeis/Suedtirol 1709 - Clemenswerth 1740).
------------------------------------------------------------------------
4. Bibliothek
Der Festvortrag, den Walter Grasskamp anlaesslich der Uebergabe der Bibliothek Herzog Franz von Bayern zur Kunst der Moderne an das Zentralinstitut fuer Kunstgeschichte am 3. April 2009 gehalten hat, ist jetzt online als PDF-Datei verfuegbar. http://www.zikg.eu/main/stiftung.htm
Die auch im Hinblick auf das geplante Studienzentrum zur Kunst der Moderne erfolgende Unterstuetzung der ZI-Bibliothek durch Herzog Franz von Bayern bezieht sich nunmehr in ueberaus grosszuegiger Weise auch auf die laufenden Neuerscheinungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Alle durch Herzog Franz von Bayern gestifteten Buecher werden mit einem Buecherzeichen versehen, das der Kuenstler Heinz Butz gestaltet hat. Die Produktion des Buecherzeichens uebernahm dankenswerterweise der Buchhaendler und Verleger Walther Koenig.
--------------------------------------------------------------------------
5. Projektantrag von Kunstauktionshaus Neumeister und Zentralinstitut fuer Kunstgeschichte durch Arbeitsstelle fuer Provenienzforschung bewilligt
In Zusammenarbeit des Zentralinstituts fuer Kunstgeschichte in Muenchen mit dem Kunstauktionshaus Neumeister wird die Geschichte des "Muenchener Kunstversteigerungshauses Adolf Weinmueller", der Vorgaengerinstitution von Neumeister, recherchiert. Das Projekt "Die Kunsthandlungen und Auktionshaeuser von Adolf Weinmueller in Muenchen und Wien 1936-1945" untersucht Weinmuellers Rolle im nationalsozialistischen Kunsthandel. Neumeister ist damit das erste Kunstauktionshaus in Deutschland, das im Rahmen einer Public Private Partnership die Firmengeschichte untersuchen laesst.
Seit 1921 betrieb Weinmueller einen Kunsthandel; 1931 trat er der NSDAP bei. 1936 uebernahm er das Auktionshaus des juedischen Kunsthaendlers Hugo Helbing in Muenchen, 1938 auch die Firma des juedischen Kunsthaendlers Herbert Kende in Wien. Im Entnazifizierungsverfahren als Mitlaeufer eingestuft, setzte Weinmueller seine Taetigkeit von 1948 bis zu seinem Tod im Jahr 1958 fort. Im Juli 1958 uebernahm Rudolf Neumeister das Versteigerungshaus des verstorbenen Auktionators.
Anfang 2009 beauftragte Katrin Stoll, Inhaberin von Neumeister, die Kunsthistorikerin Meike Hopp mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte des Hauses im "Dritten Reich". Im Rahmen dieser Forschungen ergab sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut fuer Kunstgeschichte, das die Muenchner Kunstszene der 1930er und 1940er Jahre unter verschiedenen Aspekten bearbeitet. Das gemeinsame Projekt wurde Mitte November 2009 von der Arbeitsstelle fuer Provenienzforschung am Institut fuer Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preussischer Kulturbesitz bewilligt und wird bis Februar 2011 aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung fuer Kultur und Medien gefoerdert.
Neben der Erforschung der Firmengeschichte werden Weinmuellers Muenchner und Wiener Auktionskataloge zwischen 1936 bis 1945 zusammengetragen, digitalisiert und fuer Recherchen online zugaenglich gemacht.
Kontakt: info_AT_weinmueller-provenienzforschung.de
------------------------------------------------------------------------
__________________________________________________
E-Mail-Forum "Geschichte Bayerns"
www.geschichte-bayerns.de
Redaktion:
redaktion_AT_geschichte-bayerns.de
__________________________________________________
[Date Prev][Date Next][Thread Prev][Thread Next][Date Index][Thread Index]