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Geschichte Bayerns
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[GBay] WWW: Urkunden des Archivs des Herzoglichen Georgianums Muenchen online
- To: geschichte-bayerns_AT_lists.lrz-muenchen.de
- Subject: [GBay] WWW: Urkunden des Archivs des Herzoglichen Georgianums Muenchen online
- From: "Geschichte Bayerns (Dr. Georg Köglmeier)" <georg.koeglmeier_AT_soziologie.uni-regensburg.de>
- Date: Mon, 21 Sep 2009 18:58:26 +0200
- Organization: Universitaet Regensburg
- Reply-to: geschichte-bayerns_AT_lists.lrz-muenchen.de
- Sender: owner-geschichte-bayerns_AT_lists.lrz-muenchen.de
Von: "Stein Claudius" <Claudius.Stein_AT_Verwaltung.Uni-Muenchen.DE>
An: <redaktion_AT_geschichte-bayerns.de>
Datum: 9/21/2009 5:47
Betreff: Herzogliches Georgianum
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Sehr geehrte Damen und Herren!
Namens der Direktion des Herzoglichen Georgianums moechte ich Sie darueber
informieren, dass der Urkundenbestand des Archivs des Herzoglichen Georgianums
Muenchen nun als Volldigitalisat im Internet zugaenglich ist. Naehere Informationen
finden Sie in der unten angehaengten Meldung.
Mit freundlichen Gruessen
Dr. phil. Claudius Stein, M. A.
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Archiv des Herzoglichen Georgianums Muenchen:
Urkundenbestand als Volldigitalisat zugaenglich
Zu Jahresbeginn 2009 wurden die im Archiv des Herzoglichen Georgianums vorhandenen
Urkunden im Rahmen von monasterium, "des virtuellen Urkundenarchivs Europas",
digitalisiert und sind seit September 2009 online zugaenglich:
http://www.mom-ca.uni-koeln.de/MOM-CA/start.do (von hier: Bestaende ->
Bundesrepublik Deutschland (D) -> Freistaat Bayern -> Archiv des herzoglichen
Georgianums Muenchen)
Das Georgianum wurde 1494 durch Herzog Georg den Reichen von Bayern-Landshut als
Studentenburse an der Universitaet Ingolstadt gegruendet. Die Stiftung stand mit der
damaligen Hohen Schule in ebenso engem organischen Zusammenhang wie mit der heutigen
Ludwig-Maximilians-Universitaet Muenchen. Im Lauf der Zeit wandelte sich der
Stiftungscharakter weg von einer Studentenburse hin zu einem Priesterseminar.
Dennoch ist das Herzogliche Georgianum als das aelteste deutsche und als das
zweitaelteste Priesterseminar der katholischen Welt anzusprechen. 1800 wurde es nach
Landshut, 1826 nach Muenchen verlegt. Mit Ausnahme der Zeit von 1939 bis 1945 weist
das Georgianum somit eine Kontinuitaet von ueber 500 Jahren auf. In seinen zentralen
Bestandteilen hat das 1534 erstmals erwaehnte Archiv des Herzoglichen Georgianums
den Zweiten Weltkrieg unbeschadet ueberstanden. Dass die Verluste an aelteren
Urkunden auch ueber die Jahrhunderte hinweg aeusserst gering sind, beweist das um
1587 angelegte erste Findbuch (http://www.universitaetsarchiv.uni-
muenchen.de/georgianum/findmittel_online/findbuch/index.html).
Die Mehrheit der Urkunden dokumentiert die wirtschaftliche Entwicklung des
Georgianums. Von herausragender Bedeutung sind hingegen die Stiftungsbriefe fuer
Freiplaetze. Bereits in der Stiftungsurkunde hatte Herzog Georg der Reiche
Privatpersonen angeregt, den elf von ihm selbst errichteten Stipendien weitere
hinzuzufuegen (AHG, I 4). Hier sind zu nennen Georg Zingel, Ingolstaedter Gegner des
Jakob Locher (Philomusus), der seine Freiplatzstiftung mit einer fruehen
Buecherschenkung verband (AHG, I 8, mit Aufzaehlung der Titel), dann bekannte Namen
wie Johann von Adorf (AHG, I 12), Michael Harrer-Eck, der Neffe von Johannes Eck
(AHG, I 33), und Simon Thaddaeus Eck, der bayerische Kanzler (AHG, I 47), sowie
Martin Eisengrein (AHG, I 52). Dokumentiert wird also die Entwicklung vom
Ingolstaedter Humanismus zum Konfessionellen Zeitalter (vgl. Heinz Juergen Real, Die
privaten Stipendienstiftungen der Universitaet Ingolstadt im ersten Jahrhundert
ihres Bestehens, Berlin 1972). Als Kuriosum mag in diesem Zusammenhang auf die
paepstliche Erlaubnis fuer den Augsburger Bischof Heinrich von Knoeringen verwiesen
werden, haeretische Buecher zu lesen (AHG, I 63a). Weiterfuehrende Informationen zur
Geschichte des Archivs und zu seiner Bestaendestruktur sowie allgemein zum
Herzoglichen Georgianum koennen der Homepage
(http://www.universitaetsarchiv.uni-muenchen.de/georgianum/index.html) entnommen
werden.
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Dr. phil. Claudius Stein, M. A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Pfleger des Archivs und Kustos der Sammlungen
des Herzoglichen Georgianums
Archiv der Ludwig-Maximilians-Universitaet Muenchen
Postanschrift
Geschwister-Scholl-Platz 1
D-80539 Muenchen
Hausanschrift
Edmund-Rumpler-Strasse 9/II
D-80939 Muenchen
Telefon
++4989/2180-72100 (Kanzlei)
++4989/2180-72116 (Durchwahl)
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