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[GBay] Ausstellung: "Ewig bluehe Bayerns Land" in Landshut
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- Subject: [GBay] Ausstellung: "Ewig bluehe Bayerns Land" in Landshut
- From: "Dr. Daniel Schlögl" <schloegl_AT_ifz-muenchen.de>
- Date: Wed, 24 Jun 2009 17:51:09 +0200
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Bayerisches Staatsministerium der Finanzen - Pressemitteilung 164/2009,
26. Mai 2009:
"Ewig bluehe Bayerns Land - Herzog Ludwig X. und die Renaissance"
Sonderausstellung der Schloesserverwaltung in der Stadtresidenz Landshut
"Die neue Sonderausstellung der Schloesserverwaltung fuehrt uns in ein
hoechst spannendes Kapitel der bayerischen Geschichte: So wie die
beruehmte Fuerstenhochzeit fuer den Glanz des spaetmittelalterlichen
Landshut als Residenzstadt des Herzogtums Niederbayern steht, so blickt
die Ausstellung auf die weltoffene Epoche der Renaissance, in der sich
das in seinen Landesteilen Ober- und Niederbayern wieder vereinte
Herzogtum Bayern als fruehmoderner Staat ausformte - und fuer diesen
Blick in die Geschichte gibt das eindrucksvolle bauliche Ensemble der
Stadtresidenz Landshut den wuerdigen Rahmen", stellte Finanzminister
Georg Fahrenschon bei der Eroeffnung der Sonderausstellung der
Schloesserverwaltung "Ewig bluehe Bayerns Land - Herzog Ludwig X. und
die Renaissance" in Landshut am Dienstag (26.5.) fest. Im Fokus der
Ausstellung steht die Epoche Herzogs Ludwig X. (1495 -1545) und sein
spektakulaerer Renaissancepalast - die Stadtresidenz Landshut. Die
Bayerische Schloesserverwaltung zeigt die Ausstellung in Zusammenarbeit
mit der Stadt Landshut; ihr Schirmherr ist Ministerpraesident Horst
Seehofer.
Die von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schloesser, Gaerten
und Seen betreute Stadtresidenz Landshut, der Schauplatz der
Ausstellung, gilt als der erste im Stil der italienischen Renaissance
noerdlich der Alpen erbaute Palast. "Fuer den unbefangenen Besucher ein
unerwartetes Stueck Italien inmitten Altbayerns, und fuer den Kenner ein
Juwel der europaeischen Kunst- und Architekturgeschichte", merkte
Fahrenschon an. Landshut koenne als eine der grossen altbayerischen
Gruendungsstaedte auf ueber 800 Jahre Geschichte zurueckblicken. So sei
es nahegelegen, die Wittelsbacher Residenzstadt zum Ausgangspunkt einer
grossen Ausstellung zu bestimmen.
Fahrenschon erinnerte in seinem Blick auf die Geschichte an den Erbauer
der Stadtresidenz, Herzog Ludwig X., den letzten bayerischen Herzog, der
in Landshut regierte und der zunaechst nicht fuer die Regierung bestimmt
war. Sein Vater Albrecht IV. hatte mit dem Sieg im Landshuter
Erbfolgekrieg die Einheit des Herzogtums Bayern nach 250 Jahren der
Landesteilung wieder hergestellt. Zur Sicherung der Einheit sprach er
1506 die Herrschaft dem Erstgeborenen zu, seinem Sohn Wilhelm IV.
Dennoch konnte der zweitgeborene Ludwig 1514 seine Mitregierung
erstreiten. So regierten von 1514 bis 1545 die Brueder Wilhelm IV. und
Ludwig X. das Herzogtum Bayern gemeinsam. "Sie schufen nicht nur
wesentliche Grundlagen fuer die Landesverwaltung, wie etwa das erste
gesamtbayerische Gesetzbuch. Am Beginn des konfessionellen Zeitalters
stellten die Herzoege mit der Parteinahme fuer den katholischen Glauben
auch Weichen, die den bayerischen Weg bis heute gepraegt haben", betonte
Fahrenschon. Waehrend Wilhelm IV. in Muenchen regierte, war Landshut die
Residenzstadt Ludwigs X. Der weltoffene Renaissancefuerst machte seinen
Landshuter Hof zu einem bedeutenden Zentrum humanistischer Gelehrsamkeit
und hoefischer Kunst der Renaissance. Er foerderte bedeutende Gelehrte,
wie den grossen bayerischen Historiker Johannes Aventin oder den
Mathematiker und Astronom Peter Apian. Die umfangreiche humanistische
Bibliothek von Ludwigs herzoglichem Rat Johann Albrecht von
Widmanstetter wurde beispielsweise der Grundstock der heutigen
Bayerischen Staatsbibliothek. Als maezenatischer Auftraggeber habe
Ludwig einen wichtigen Beitrag zur Begruendung des heutigen Reichtums
der bayerischen Kunstsammlungen geleistet, so Fahrenschon.
"Der in die Zukunft gerichtete Wahlspruch Ludwig X. - "Ewig bluehe
Bayerns Land" - der als Motto der Ausstellung gewaehlt wurde und schon
fast zum gefluegelten Wort geworden ist, verweist also zum Einen auf
seinen politischen Beitrag zur Entwicklung eines geeinten und starken
bayerischen Staates. Er kennzeichnet aber auch das erstmals in seiner
Hofkultur etablierte neue Verstaendnis der Bedeutung von Kunst und
Wissenschaft fuer die Bluete des Landes - ein modernes Verstaendnis, das
wir heute uneingeschraenkt teilen", hob Fahrenschon hervor.
Die Ausstellung der Bayerischen Schloesserverwaltung versammelt mit
ueber 200 hochkaraetigen Leihgaben die Kunst des Landshuter Hofs am
urspruenglichen Ort - in den Renaissancesaelen seiner Residenz; sie
rueckt seinen spektakulaeren Palastbau selbst in den Mittelpunkt und
entwirft mit vielen historischen Dokumenten ein lebendiges Bild dieser
Epoche.
Fahrenschon wies auch auf die zahlreichen baulichen Verbesserungen in
der Stadtresidenz im Vorfeld der Ausstellung hin. So sei etwa bereits
2004 zum 800jaehrigen Stadtjubilaeum der Deutsche Bau der Stadtresidenz
fuer die Nutzung durch die Museen der Stadt Landshut saniert und
modernisiert worden. Der Italienische Bau mit seinen bedeutenden
historischen Prunksaelen sei nun fuer die Ausstellung behutsam
nachgeruestet worden. Erstmals sei es nun im Zuge der Ausstellung
moeglich, die Deckenmalerei der Renaissance in wunderbarer Ausleuchtung
zu betrachten, hob Fahrenschon hervor. Mehr als eine Million Euro seien
allein in die baulichen und restauratorischen Vorbereitungen fuer die
Ausstellung geflossen, der Ausstellungsetat umfasse weitere 1,5
Millionen Euro. Die Ausstellung in 25 Raeumen der Stadtresidenz fuehre
den Erlebniswert und das museale Potential der Stadtresidenz
eindrucksvoll vor Augen. Die Schaffung der musealen Infrastruktur sei
gleichzeitig ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum zukuenftigen
Museumskomplex im Herzen der Stadt Landshut, den der Freistaat und die
Stadt Landshut gemeinsam bespielen werden, kuendigte Fahrenschon an.
Weitere Informationen im Internet:
www.schloesser.bayern.de
und
www.ausstellung-landshut.de
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