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Geschichte Bayerns
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[GBay] Neuerscheinung: M. Hagl, Ein urnenfeldzeitlicher Depotfund
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- Subject: [GBay] Neuerscheinung: M. Hagl, Ein urnenfeldzeitlicher Depotfund
- From: "Dr. Daniel Schlögl" <schloegl_AT_ifz-muenchen.de>
- Date: Mon, 18 May 2009 09:08:54 +0200
- Organization: Institut für Zeitgeschichte
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- Sender: owner-geschichte-bayerns_AT_lists.lrz-muenchen.de
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Betreff: KBL-Neuerscheinung
Datum: Fri, 15 May 2009 08:15:12 +0200
Von: E. Balder <E.Balder_AT_kbl.badw.de>
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Sehr geehrte Damen und Herren,
die Kommission fuer bayerische Landesgeschichte moechte Sie auf folgende
Neuerscheinung hinweisen:
Monika Hagl, Ein urnenfelderzeitlicher Depotfund vom Bullenheimer Berg
in Franken (Hort F) (Beihefte zu den Bayerischen Vorgeschichtsblaettern.
19), Muenchen 2008, VI+184 Seiten+6 Tafeln, 184 S., 28 Abb., 6 Tafeln,
ISBN 978 3 406 12904 9, 44,00 Euro
Auf dem Plateau des Bullenheimer Berges, einem markanten Inselberg
Unterfrankens, erstreckte sich in der Urnenfelderzeit eine mit einem
maechtigen, heute noch sichtbaren Ringwall befestigte Siedlung. Diese
Hoehensiedlung ist nicht nur einem interessierten Fachpublikum bekannt
fuer die zahlreichen, hier entdeckten Hortfunde. Im Herbst 1991 kam
innerhalb der befestigten Hoehensiedlung auf dem Bullenheimer Berg ein
weiteres, spaeturnenfelderzeitliches Depot (Hort F) zu Tage. Es besteht
aus 53 Bronzen gemischter Zusammensetzung (Sicheln, Beile, Ringschmuck,
Gusskuchen) die in und um ein bronzenes Gefaess gelegen hatten. Mit
diesem Hortfund ist ein Depot bekannt geworden, das besonders aufgrund
des Metallgefaesses, einer Amphore aus duennem Bronzeblech, als
aussergewoehnlich zu bezeichnen ist. Dieses bronzene Behaeltnis stellt
im sueddeutschen Raum der Urnenfelderzeit ein voellig einzigartiges
Stueck dar. Als spektakulaer ist ferner der Umstand zu bewerten, dass es
sich bei diesem Hort mit u. a. palaeobotanischen und metallurgischen
Untersuchungen um einen aussergewoehnlich gut beobachteten Depotfund
handelt. Die Sicheln waren einst sorgfaeltig mit einem Schilfblatt
umwickelt worden, die Ringe lagen wohl geordnet mit einem Flachszwirn
zusammengebunden und in der Amphore fanden sich zudem erhebliche Reste
von Schlafmohn. Damit gewaehrt dieser Hortfund einen detaillierten
Einblick in die Welt der Menschen vom Bullenheimer Berg am Ende der
Urnenfelderzeit und darf als Aeusserung gesellschaftlichen, kulturellen
und religioesen Lebens in vorgeschichtlicher Zeit betrachtet werden.
Evelyn Balder M.A.
Kommission fuer bayerische Landesgeschichte
Alfons Goppel Strasse 11
80539 Muenchen
Tel: 089 23031 1172
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