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[GBay] Ausstellung: China und Bayern
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- Subject: [GBay] Ausstellung: China und Bayern
- From: "Dr. Daniel Schlögl" <schloegl_AT_ifz-muenchen.de>
- Date: Wed, 29 Apr 2009 09:04:31 +0200
- Organization: Institut für Zeitgeschichte
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Betreff: Hinweis auf die aktuelle Ausstellung im Bayerischen
Nationalmuseum in München: China und Bayern
Datum: Tue, 28 Apr 2009 11:22:31 +0200
Von: Dr. Angelika Schuster-Fox <angelika.schuster_AT_bnm.mwn.de>
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Die Wittelsbacher und das Reich der Mitte.
400 Jahre China und Bayern
Ausstellung im Bayerischen Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3, 80538 München
26. März bis 26. Juli 2009
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen
Ministerpräsidenten Horst Seehofer und Seiner Königlichen Hoheit Herzog
Franz von Bayern.
Schon seit über 400 Jahren existieren zwischen Bayern und China
erstaunliche Beziehungen. Bereits die bayerischen Herzöge des 16.
Jahrhunderts erlagen der Faszination des asiatischen Kunsthandwerks und
sammelten diese Exotika für die Münchner Kunstkammer. Im 17. Jahrhundert
schickten sie selbst Erzeugnisse bayerischer Werkstätten an den Hof des
Kaisers von China, nicht nur als Empfehlung für die dort tätigen
Jesuitenmissionare, sondern auch als Demonstration der Kunstfertigkeit
der Augsburger und Münchner Meister. Die Bewunderung der chinesischen
Kaiser für die europäischen Werke führte dazu, dass bayerische Jesuiten
hohe Positionen am Astronomischen Amt in Peking erlangten und die
bayerischen Regenten eine Zeitlang hofften, auf diese Weise die
Einführung des Christentums in China zu unterstützen.
Im 18. Jahrhundert wiederum erwarben die Pracht liebenden Wittelsbacher
Kurfürsten kostbare chinesische Porzellane und Lackarbeiten und lösten
mit ihren Aufträgen zur Nachahmung derartiger Originale für die
Ausstattung ihrer Residenzen die China-Mode in Bayern aus. So entstand
ein florierender Markt für luxuriöse Möbel, Porzellane und Textilien im
chinoisen Stil, für den die produktiven Augsburger und Nürnberger
Verlage über die Grenzen Bayerns hinaus vielfältige Kupferstich-Vorlagen
lieferten.
Als im frühen 19. Jahrhundert der idealisierte Blick auf das ferne Reich
der Mitte einer eher wissenschaftlich geprägten Anschauung wich, war es
erneut ein bayerischer Regent, König Ludwig I., der nach dem Erwerb
bedeutender chinesischer Sammlungen ein Museum der Weltkulturen plante,
in dem China den Ausgangspunkt bilden sollte. Weitere Werke der
chinesischen Kultur gelangten nach München mit der Reise des Prinzen
Rupprecht 1903 zur berühmten Kaiserinwitwe, deren Geschenke letztmals
auf der Ostasien-Ausstellung 1909 gezeigt wurden.
Die Ausstellung "Die Wittelsbacher und das Reich der Mitte" beleuchtet
in fünf Abteilungen die Geschichte der Wahrnehmung Chinas in Bayern, die
von der Faszination des Exotischen über die Begeisterung für die
andersartige Ästhetik chinesischer Luxuswaren und die Idealisierung des
unbekannten Reichs der Mitte bis hin zu einem nüchternen Blick auf die
Großmacht im Fernen Osten führt. Gezeigt werden rund 300 hochkarätige
Exponate internationaler Leihgeber (so aus Peking, Florenz, Kopenhagen,
Paris und Wien), darunter Spitzenleistungen des Kunsthandwerks. Die
erstmals in dieser Zusammenschau präsentierten Werke führen die
intensiven Beziehungen von China und Bayern vor Augen und verdeutlichen
die wechselseitige Beeinflussung der beiden Kulturen.
Bildmaterial zum download sowie weitere Informationen unter
www.bayerisches-nationalmuseum.de
Weitere Informationen:
Öffentlichkeitsarbeit - Dr. Helga Puhlmann
Telefon (0 89) 21 12 42 70
Fax (0 89) 21 12 43 66
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
www.bayerisches-nationalmuseum.de
helga.puhlmann_AT_bnm.mwn.de
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Dr. Angelika Schuster-Fox
Bayerisches Nationalmuseum
Prinzregentenstraße 3
80538 München
089-21 124 330
angelika.schuster_AT_bnm.mwn.de
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