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[GBay] Ausstellung: Politischer Neubeginn 1945-50 in Würzburg u. Unterfranken




Von:        "Renate Hoepfinger" <HOEPFING_AT_hss.de>
Datum:    22.04.2009
Thema:    Ausstellung: Politischer Neubeginn 1945 bis 1950. 
Die Anfaenge der Parteien in Wuerzburg und Unterfranken

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Liebe Listenteilnehmer,

gerne moechte ich Sie auf eine  Ausstellung hinweisen und herzlich zu
ihrem Besuch einladen:

Politischer Neubeginn 1945 bis 1950. 
Die Anfaenge der Parteien in Wuerzburg und Unterfranken im Spiegel der
Wahlplakate

"Wuerzburg ist nicht tot, Wuerzburg muss leben, Wuerzburg muss neu
erstehen!" - Mit diesem Aufruf wandte sich Oberbuergermeister Gustav
Pinkenburg am 1. Mai 1945 an die Bevoelkerung der fast voellig zerstoerten
Stadt. Auch die meisten anderen bayerischen Grossstaedte lagen in
Truemmern. Familien waren zerrissen, Hunderttausende hatten keine
Wohnung, Millionen hungerten oder waren auf der Flucht. In dieser Zeit
groesster materieller Not, in einer Zeit, die gepraegt war von Gegensaetzen
und Spannungen, machten sich Maenner und Frauen noch waehrend der
Besatzung an den politischen Wiederaufbau. Sie schufen die Fundamente
fuer einen demokratischen Neuaufbau, die bis heute tragen: Die
Gruendung von Parteien und Verbaenden, die Schaffung einer kommunalen
Verwaltung, der Entwurf einer neuen Verfassung, die Festlegung einer
neuen Wirtschaftsordnung, die Integration der Vertriebenen, alle diese
Massnahmen waren heftig umstritten auf lokaler wie ueberregionaler Ebene.

Und sie fanden ihren deutlich sichtbaren, plakativen Niederschlag im
Ringen um Unterstuetzung bei Abstimmungen, Wahlen und Volksentscheiden.
Nach dem Krieg waren Plakate zunaechst das erste oeffentliche
Kommunikationsmittel, Zeitungen und Rundfunk uebernahmen erst allmaehlich
diese Funktion. Auch die wiederbegruendeten und neuen demokratischen
Parteien griffen nach dem Ende des Dritten Reiches diese traditionellen
Werbemittel auf, waren aber bis 1950 der strengen Zensur der
Militaerbehoerden entsprechend ihrer jeweiligen Lizenzierungspraxis
fuer politische Parteien unterworfen. 

Das Archiv fuer Christlich-Soziale Politik der Hanns-Seidel-Stiftung und
das Stadtarchiv Wuerzburg dokumentieren mit der gemeinsamen
Plakatausstellung den politischen Neubeginn am Beispiel Wuerzburgs und
Unterfrankens. Sie ruecken ihre ausserordentlich reichen Plakatbestaende zu
den ersten Wahlen in den Mittelpunkt, die auf spannende,
schlagwortartige und plakative Weise die herausfordernden Probleme der
Zeit thematisieren. Und sie erinnern an die Frauen und Maenner „der
ersten Stunde“, die sich unbeirrt an einen demokratischen Neuaufbau
machten. 

Zeitraum: 8. April  bis 15. Mai 2009
Oeffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 15 Uhr
Ort: Oberes Foyer des Rathauses Wuerzburg, Rueckermainstrasse 2

Der Eintritt ist frei!

Fuehrungen durch die Ausstellung finden dienstags um 10.00 Uhr und
donnerstags um 16.00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Fuehrungen fuer Gruppen werden nach Absprache angeboten, Anmeldungen
nimmt das Stadtarchiv Wuerzburg unter der Telefonnummer 0931/37 31 11
entgegen.


Ein begleitender Katalog dokumentiert die wesentlichen Inhalte der
Ausstellung und kann gegen eine Schutzgebuehr von € 2,80 im Wuerzburger
Buchhandel oder unter http://www.hss.de/12772.shtml bestellt werden:
Politischer Neubeginn 1945 bis 1950. Die Anfaenge der Parteien in
Wuerzburg und Unterfranken im Spiegel der Wahlplakate, Wuerzburg Verlag
Ferdinand Schoeningh 2009 (Schriften des Stadtarchivs Wuerzburg, Heft 17)
ISBN 978-3-87717-821-8

Mit freundlichen Gruessen
Renate Hoepfinger



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Dr. Renate Hoepfinger
Leiterin Archiv/Bibliothek/Dokumentation
Stv. Akademieleiterin

Hanns-Seidel-Stiftung
Lazarettstr. 33
80636 Muenchen
Tel. 089/1258-279
Fax 089/1258-469
Internet: www.hss.de 
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