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Neuerscheinung: R. Seidel, Landshut als Garnisonsstadt



Date: Wed, 24 Jul 2002 11:07:35 +0200
From: Stadtarchiv Landshut 
<stadt.landshut.archiv@landshut.org>
Reply-To: stadtarchiv@landshut.de
To: geschichte-bayerns@lists.lrz-muenchen.de
Subject: Neuerscheinung: Landshut als Garnisonsstadt
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Sehr geehrte Damen und Herren,

die Stadt Landshut hat die Magisterarbeit von Robert Seidel 
(LMU)
Landshut als Garnisonsstadt im 19. und fruehen 20. Jahrhundert
publiziert.
Anbei eine kurze Vorstellung.


Mit freundlichen Gruessen

Gerhard Tausche
Stadtarchivar 


Seidel, Robert 
Landshut als Garnisonsstadt im 19. und fruehen 20. 
Jahrhundert 
Schriftenreihe des Stadtarchivs Landshut, Landshut 2002
94 Seiten, 23 Abb., broschuert; Preis: 9.50 EURO  ISBN 3-
927612-13-8

Mehr als 300 Jahre, von der Einquartierung einer 
Kompanie der kurbayerischen Armee im Jahr 1657 bis zur 
Aufloesung der Panzerbrigade 24 Niederbayern im Juli 
1994, war Landshut, die Hauptstadt Niederbayerns, eine 
der grossen Garnisonsstaedte Bayerns. Wie hat die 
Anwesenheit des Militaers das oeffentliche Leben in dieser 
Stadt gepraegt und mitgestaltet, wie hoch ist die 
wirtschaftliche Bedeutung der Garnison einzuschaetzen 
fuer die Bezirkshauptstadt, in der die Soldaten vor dem 
Ersten Weltkrieg doch einen recht erheblichen 
Bevoelkerungsanteil bildeten, naemlich von rund 7 bis 
knapp 18 Prozent? Diesen und vielen anderen Fragen ist 
der Dachauer Historiker Robert Seidel nachgegangen fuer 
die Epoche von 1800 bis zum Ersten Weltkrieg. Seidels 
Magisterarbeit am Lehrstuhl fuer Bayerische 
Landesgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universitaet 
Muenchen, Prof. Dr. Walter Ziegler, ist jetzt als Buch in 
der Schriftenreihe des Stadtarchivs Landshut erschienen. 
Am konkreten Beispiel Landshut macht Seidel die 
Auswirkungen allgemein-politischer Entwicklungen 
deutlich, wie den Wandel von der Soeldner- zur 
Wehrpflichtarmee in Bayern oder den Einsatz des 
Militaers im Kampf gegen die “Umtriebe sozialdemokrati
scher Elemente”. Er beleuchtet zum Beispiel aber auch den 
Aspekt der “Garnison als Konfliktfaktor”: In Landshut 
gerieten sich immer wieder einmal Studenten und Soldaten 
kraeftig in die Haare, wie aus der Landshuter 
Universitaetsepoche (1800-1826) ueberliefert ist. Seidels 
Arbeit gibt Aufschluss ueber die Lebensverhaeltnisse der 
Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere, die 
Krankenstatistik und auch ueber das Heiratsverhalten der 
Angehoerigen der Garnison. 
Im Laufe der rund 120 Jahre Militaergeschichte, die Robert 
Seidel schildert, waren eine ganze Reihe von Einheiten in 
Landshut stationiert, vom 3. Leichten Infanteriebataillon 
ueber das 4. Jaegerbataillon bis zum 2. Kuerassierregiment, 
das im Jahr 1878 in 2. Schweres Reiterregiment umbenannt 
wurde. Zahlreiche Bilder und Fotos, Karten, Skizzen und 
Plaene meist aus den Bestaenden des Stadtarchivs Landshut 
und des Bayerischen Armeemuseums Ingolstadt illustrieren 
den Band und bieten viele zusaetzliche Informationen. 
Den Schlusspunkt setzt ein Foto vom 8. August 1914: Das I. 
Bataillon des 16. Infanterie-Regiments der koeniglich-
bayerischen Armee marschiert durch die mit Fahnen 
geschmueckte Landshuter Innenstadt in den Ersten 
Weltkrieg.  

Das Buch kann bezogen werden beim: 
Stadtarchiv Landshut
Bachstr. 51 a
D - 84036 Landshut   
(Telefon D- 0871 / 43364) 
(Telefax D - 0871/ 94 54 934   ) 
E-Mail   stadtarchiv@landshut.de

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