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Ausstellung: Ottheinrich-Bibel
Date: Tue, 26 Mar 2002 09:37:13 +0100
From: "Daniel Schloegl" <schloegl@bsb-muenchen.de>
Subject: Ausstellung: Ottheinrich-Bibel
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Sehr geehrte Damen und Herren,
mit nachfolgender Presseerklaerung moechte ich Sie auf die Ausstellung
der Ottheinrich-Bibel in Muenchen und Neuburg an der Donau aufmerksam
machen. Weitere Informationen sowie eine Bildauswahl finden Sie auf
der Internetseite http://www.bsb-muenchen.de/verwaltg/ott.htm.
Mit freundlichen Gruessen
Daniel Schloegl
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Pressemitteilung der Bayerischen Staatsbibliothek:
Ausstellung der Ottheinrich-Bibel
in Muenchen und Neuburg an der Donau
Die Ottheinrich-Bibel ist die erste illustrierte Handschrift eines
deutschen Neuen Testaments, entstanden um 1430, fast hundert Jahre vor
der als Markstein geltenden Bibeluebersetzung Luthers. Sie ist benannt
nach Ottheinrich, Pfalzgraf von Pfalz-Neuburg, spaeter Kurfuerst in
Heidelberg, der die Handschrift im 16. Jahrhundert fertig ausmalen
liess. Anlaesslich der Faksimilierung des ersten, heute in der
Bayerischen Staatsbibliothek aufbewahrten Teils der Bibel, zeigen die
Bayerische Staatsbibliothek und die Staatliche Bibliothek Neuburg an
der Donau Blaetter der Originalhandschrift.
Pfalzgraf Ottheinrich (1502-1559), Regent im Fuerstentum
Pfalz-Neuburg, spaeter Kurfuerst in Heidelberg, war einer der
bedeutendsten deutschen Buechersammler. Mit seinem Namen ist die reich
illustrierte, ungewoehnlich grosse Handschrift eines Neuen Testaments
in deutscher Sprache verbunden. Den ersten Teil dieser
Ottheinrich-Bibel hat der Faksimile Verlag Luzern jetzt in einer
Faksimile-Ausgabe vorgelegt. Aus diesem Anlass werden von der
Bayerischen Staatsbibliothek und der Staatlichen Bibliothek Neuburg an
der Donau mehrere Blaetter der Originalhandschrift ausgestellt.
Die Ottheinrich-Bibel ist die erste illustrierte Handschrift eines
deutschen Neuen Testaments. Sie wurde um 1430 in Bayern in Auftrag
gegeben und geschrieben, fast hundert Jahre vor der Bibeluebersetzung
Luthers. In Regensburg wurde sie reich mit Initialen und Bildern
ausgeschmueckt. Die aufwendigen Malereien in Gold und kostbaren
Farben, mit der Nachahmung von wertvollen Stoffen, Perlenstickereien
und Edelsteinen, kennzeichnen die Bibel als hoefisches Luxusobjekt.
Sie zieren allerdings nur die ersten zwei Evangelien; die Handschrift
blieb zunaechst unvollendet. Als ihr Auftraggeber konnte erst jetzt
ein bayerischer Wittelsbacher identifiziert werden.
Hundert Jahre nach ihrer Entstehung liess Ottheinrich die Bibel, die
er bei der Einrichtung seines Fuerstentums geerbt hatte, von dem
Lauinger Maler Mathis Gerung fertigstellen. Der junge Kuenstler, der
noch oefter fuer Ottheinrich arbeiten sollte, stattete sie in den
Jahren 1530 und 1532 mit farbenfrohen Bildern aus, die teilweise auf
Motiven aus Holzschnitten Duerers und Cranachs beruhen.
Gezeigt werden in Muenchen und Neuburg insgesamt elf Bildseiten der
Originalhandschrift. Eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen den
gotischen Miniaturen des fruehen 15. Jahrhunderts und denen aus der
Zeit der Renaissance. Ergaenzt werden beide Ausstellungen durch
weitere Buecher aus Ottheinrichs Sammlung, fuer die er nach seinen
Vorstellungen goldgepraegte, mit Fuerstenbildnis und -wappen versehene
Renaissanceeinbaende schaffen liess.
Kontakt BSB:
Fachliche Fragen an:
Dr. Brigitte Gullath
Tel.: 089-28638-2916, Fax: -2266
brigitte.gullath@bsb-muenchen.de
Presse- und Oeffentlichkeitsarbeit:
Dr. Manfred Hank
Tel.: 089-28638-2244, Fax: -2804
hank@bsb-muenchen.de
Peter Schnitzlein
Tel.: 089-28638-2429, Fax: -2978
schnitzlein@bsb-muenchen.de
Kontakt Neuburg:
Stadt Neuburg an der Donau,
Kulturamt
Dr. Dieter Distl
Tel.: 08431-55230, Fax: -55242
kultur@neuburg-donau.de
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Dr. Daniel Schloegl
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Digitale Bibliothek
80328 Muenchen
Hausadresse: Ludwigstrasse 16, 80539 Muenchen
Tel.: 089 / 28638-2914
Fax: 089 / 28638-2672
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