geschichte-bayerns@lists.lrz-muenchen.de
Geschichte Bayerns
[Date Prev][Date Next][Thread Prev][Thread Next][Date Index][Thread Index]
Neuerscheinungen der Hanns-Seidel-Stiftung
Date sent: Thu, 17 Jan 2002 08:23:16 +0100
From: "Renate Hoepfinger" <HOEPFING@hss.de>
Subject: Neuerscheinungen
--------------------------------------------------------------------------
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder der Liste,
mit dieser Nachricht möchte ich Sie auf zwei Publikationen der
Hanns-Seidel-Stiftung aufmerksam machen:
Archiv für Christlich-Soziale Politik der Hanns-Seidel-Stiftung
(Hrsg.), Untersuchungen und Quellen zur Zeitgeschichte, Band 5:
Claudia Friemberger, Alfons Goppel. Vom Kommunalpolitiker zum
Bayerischen Ministerpräsidenten, München 2001
ISBN 3-88795-240-5
Alfons Goppel, der bayerische Ministerpräsident von 1962 bis
1978, steht im Zentrum des fünften Bandes der "Untersuchungen
und Quellen zur Zeitgeschichte". Die Autorin Claudia Friemberger
untersucht in ihrer Studie Goppels Weg "Vom Kommunalpolitiker
zum Bayerischen Ministerpräsidenten".
In Goppels Amtszeit vollzog sich maßgeblich der Wandel Bayerns
vom stärker agrarisch zum industriell geprägten Land. Allein schon
auf Grund der Dauer seiner Amtszeit, aber auch durch seine
spezifische Persönlichkeit konnte er stilbildende Wirkung auf das
Amt des bayerischen Ministerpräsidenten ausüben. Bereits
Zeitgenossen sprachen von der "Ära Goppel". Bald hatte er das
Image vom repräsentationsfreudigen Landesvater. Dieses
Auftreten hatte aber eine wichtige politische Funktion und trug
nicht unwesentlich zu seinem persönlichen Erfolg bei. Mit dem
Gespann Goppel als Ministerpräsident und Franz Josef Strauß als
Parteivorsitzender erzielte die CSU mit 56,4% (1970) und 62,1%
(1974) ihre bislang besten Wahlergebnisse.
Weniger bekannt ist Goppels schwieriger Start in die Politik, der
von Niederlagen, wie in den Oberbürgermeisterwahlen in
Aschaffenburg (1952) und Würzburg (1956) geprägt war. Nach
seiner Wahl in den bayerischen Landtag 1954 begann sein rascher
Aufstieg. Über das Amt des Staatssekretärs im Justizministerium
(1957/58) gelangte er für eine Legislaturperiode unter den
Ministerpräsidenten Hanns Seidel und Hans Ehard auf den Posten
des bayerischen Innenministers (1958-1962). 1962 wurde er für viele
überraschend in das höchste bayerische Staatsamt gewählt. Goppel
gelang es, sich in seinem Amt rasch zu profilieren, indem er sowohl
im Kabinett, als auch im Landtag und im Umgang mit der
Öffentlichkeit neue Akzente setzte. Durch seine gesamte
Regierungszeit hindurch war es ihm gelungen, die Formel vom
Fortschritt aus bayerischer Tradition weiten Kreisen der
Gesellschaft glaubhaft zu machen.
Die Publikation ist gegen eine Schutzgebühr von 18.- EURO zu
beziehen bei:
Hanns-Seidel-Stiftung
Referat Wissenschaftliche Publikationen/Politische Studien
Lazarettstraße 33
80636 München
Tel. 089/1258-266
Internet: www.hss.de
E-Mail: info@hss.de
Alfred Bayer, Manfred Baumgärtel (Hrsg.), Weltanschauung und
politisches Handeln. Hanns Seidel zum 100. Geburtstag
(Sonderausgabe der Politischen Studien) Grünwald 2001, ISBN 3-
928561-87-1
Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Hanns Seidel war nicht
nur ein Mann der praktischen Politik, sondern vor allem ein
weitblickender Stratege, ein Staatsmann, dem das Wohl des
Gemeinwesens als Ganzes am Herzen lag. Als langjähriger
Wirtschaftsminister und Ministerpräsident begründete er schon
früh in Bayern eine moderne Strukturpolitik und wurde so einer der
maßgeblichen Architekten der ökonomischen und
gesellschaftlichen Modernisierung Bayerns.
Jenseits des politischen Alltags setzte er sich mit Grundsatzfragen
von Politik und Weltanschauung auseinander. Er betonte als
Katholik das christliche Menschenbild der Unionsparteien, seine
ethischen Normen und die christliche Soziallehre als Grundlage
auch der politischen Arbeit und verfocht vehement die
Kooperation mit den evangelischen Christen als Grundgesetz der
Union.
Seidel, obwohl "staatsbayerisch" und föderalistisch orientiert, war
aber auch ein parteipolitischer Stratege, ein offensiver Oppositions-
und Parteipolitiker und als CSU-Vorsitzender bestens mit den
Finessen der Parteipolitik vertraut. Jedoch reflektierte er auch auf
diesem Feld stets die historischen Grundlagen der CSU-Politik und
leitete konsequenter Weise in den 50er Jahren eine
programmatische Neubesinnung ein. Mit dem vorliegenden
Sammelband erinnert die Hanns-Seidel-Stiftung anlässlich des 100.
Geburtstages und des 40. Todestages von Dr. Hanns Seidel an
ihren Namensgeber. Die Beiträge beleuchten die wesentlichen
Stationen des politischen Wirkens Hanns Seidels, würdigen seine
Leistungen als Wirtschaftsminister, Ministerpräsident und CSU-
Vorsitzender. und setzen sich mit seinen Ideen und Schriften zu
Grundsatzfragen von Politik und Gesellschaft auseinander.
Ausgewählte Dokumente und Fotos schließen den Band ab.
Die Publikation ist gegen eine Schutzgebühr von 5.- EURO zu
beziehen bei:
Hanns-Seidel-Stiftung
Referat Wissenschaftliche Publikationen/Politische Studien
Lazarettstraße 33
80636 München
Tel. 089/1258-266
Internet: www.hss.de
E-Mail: info@hss.de
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Renate Höpfinger
Archiv für Christlich-Soziale Politik (ACSP)
Hanns-Seidel-Stiftung
__________________________________________________
E-Mail-Forum "Geschichte Bayerns"
geschichte-bayerns@lists.lrz-muenchen.de
Redaktion:
redaktion@geschichte-bayerns.de
http://www.geschichte-bayerns.de/
__________________________________________________
[Date Prev][Date Next][Thread Prev][Thread Next][Date Index][Thread Index]