geschichte-bayerns@lists.lrz-muenchen.de

Geschichte Bayerns


[Date Prev][Date Next][Thread Prev][Thread Next][Date Index][Thread Index]

Publikation: W. Ebermeier, Landshut im Dreissigjaehrigen Krieg



From: Stadtarchiv Landshut <stadt.landshut.archiv@landshut.org>
Subject: Dreissigjaehriger Krieg in Landshut
Date: Mon, 26 Nov 2001 11:52:52 +0100
-----------------------------------------------------------------------------

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Stadtarchiv Landshut weist auf eine Publikation zur Stadtgeschichte
Landshuts im Dreissigjaehrigen Krieg hin.

Ebermeier, Werner:
Landshut im Dreissigjaehrigen Krieg.
Das Schicksal der Stadt und ihrer Bewohner im historischen Zusammenhang.
Schriftenreihe des Stadtarchivs Landshut, Landshut 2000
216 Seiten, 18 Abb.; Preis: 19 DM/ 10 EUR ISBN 3-924943-22-2

Dreimalige Eroberung durch die Schweden, Belagerung, Beschiessung, ein
mehrtaegiges Morden und Pluendern, Hungersnot und zu allem Uebel auch noch
die Pest: Katastrophen, die mehr als ein Drittel der Buerger
hinwegrafften - der Dreissigjaehrige Krieg (1618-1648) stellt eine tiefe,
die schlimmste Zaesur dar in der Geschichte der 1204 gegruendeten
Wittelsbacher Residenzstadt. Der Autor hat die bekannten Quellen aus
neuen Perspektiven ausgeleuchtet und bislang unbeachtete Schriftstuecke
wie den Schriftwechsel zwischen dem bayerischen Herzog Maximilian I. und
dem katholischen Feldherrn Aldringen umfassend ausgewertet. Ebermeier
stellt die Stadtgeschichte in die groesseren historischen Zusammenhaenge
und macht mit seiner detaillierten Darstellung der Kriegstage in
Landshut deutlich, wie sich in der Stadtgeschichte all die Schrecken
jener leidgeprueften Epoche widerspiegeln.

1632, unter der Aegide des Schwedenkoenigs Gustav Adolf, blieb Landshut
bei der ersten Eroberung durch die Protestanten, noch von Graeueltaten
verschont. Umso furchtbarer traf es die Stadt zwei Jahre spaeter, nach
dem Tod des Monarchen. Mit schweren Geschuetzen schossen die Truppen der
Protestanten  die Burg Trausnitz und die Stadt Landshut sturmreif. Der
Eroberung folgte eine furchtbare Auspluenderung der Stadt. Auch im
letzten Kriegsjahr, 1648, wurde Landshut noch einmal, fuer rund vier
Monate, besetzt und den Einwohnern wurden die letzten Taler abgepresst.
Ebermeier zeigt am Schluss seines Buchs auf, wie die furchtbaren Jahre
des Dreissigjaehrigen Kriegs in der Stadt die Buerger auch spaeter immer
wieder beschaeftigt haben: In Namen wie Schwedenwiese und Schwedensaeule,
aber auch in vielen Sagen und  Legenden mit einem wahren Kern wurden die
Erinnerungen ueber Jahrhunderte festgehalten.

Ein Nebenprodukt der Arbeit Ebermeiers liegt ebenfalls in gedruckter
Form vor:

Landshut im Dreissigjaehrigen Krieg, nach den Berichten des
Landshuter Jesuitenkollegiums aus den Jahren 1632 und 1634, ergaenzt
durch den Bericht des Muenchner Jesuiten Andreas Brunner ueber die
Hungersnot in Augsburg im Jahr 1635, bearbeitet und kommentiert von
Werner Ebermeier, Landshut 2000, 30 Seiten, broschuert, Preis: 5 DM/ 2.50
EUR,
ISBN 3-924943-24-9

Das Werk ist erhaeltlich beim

Stadtarchiv Landshut
Bachstrasse 51a
D - 84034 Landshut
Tel.       0871/43365
Fax       0871/9454934
E-Mail   stadtarchiv@landshut.de



__________________________________________________

        E-Mail-Forum "Geschichte Bayerns"
     geschichte-bayerns@lists.lrz-muenchen.de

Redaktion:
redaktion@geschichte-bayerns.de
http://www.geschichte-bayerns.de/
__________________________________________________



[Date Prev][Date Next][Thread Prev][Thread Next][Date Index][Thread Index]