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Geschichte Bayerns
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Tagung: "Umweltgeschichte und Landesgeschichte in Bayern"
Date: Sat, 2 Jun 2001 18:15:11 +0200
From: M-F.Kramer@t-online.de
Subject: Umweltgeschichte und Landesgeschichte in Bayern
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Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen der Otto-von-Freising Tagungen der Katholischen Universitaet
Eichstaett veranstaltet die dortige Professur fuer Landesgeschichte in
Verbindung mit der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns und
dem Bayerischen Staatsministerium fuer Landesentwicklung und Umweltfragen
am 21. und 22. Juni eine Tagung zum Thema "Landesgeschichte und
Unweltgeschichte in Bayern".
Ich darf Sie auf nachfolgendes Tagungsprogramm aufmerksam machen. Gaeste
sind willkommen. Ich darf Sie um rechtzeitige Voranmeldung bei der
folgenden Adresse bitten.
Mit freundlichen Gruessen
Prof. Dr. Ferdinand Kramer
Professur fuer Landesgeschichte
mit bes. Beruecksichtigung Bayerns
Katholische Universitaet Eichstaett
Universitaetsallee 1
85072 Eichstaett
Telefax: 08421-931798
Email: ferdinand.kramer@ku-eichstaett.de
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Otto-von-Freising-Tagung
"Umweltgeschichte und Landesgeschichte in Bayern"
21. bis 22. Juni 2001, Katholische Universitaet Eichstaett
Veranstalter:
Bayerisches Staatsministerium fuer Landesentwicklung und Umweltfragen
Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns
Professur fuer Landesgeschichte mit besonderer Beruecksichtigung Bayerns
der Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultaet an der
Katholischen Universitaet Eichstaett
Veranstaltungsort:
Katholische Universitaet Eichstaett
Universitaetsallee 1
85072 Eichstaett
Raum: UA 141
Telefax: (0 84 21) 93-17 98
E-Mail: ferdinand.kramer@ku-eichstaett.de
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TAGUNGSPROGRAMM
Donnerstag, 21. Juni
09.30 Uhr
Begruessung und Einfuehrung
(Prof. Dr. Hermann Rumschoettel, Prof. Dr. Ferdinand Kramer)
10.00 Uhr
"Umweltbehoerden" in Bayern vom 16. bis 20. Jahrhundert
(PD Dr. Reinhard Heydenreuter)
Mittelbehoerdliche Ueberlieferung zur Umweltgeschichte im Staatsarchiv
Nuernberg
(Dr. Gerhard Rechter)
Kirchliche Ueberlieferung zur Umweltgeschichte
(Dr. Herbert Wurster)
11.30 Uhr
Historische Klimadaten und Klimadatenbank
(Prof. Dr. Ruediger Glaser)
Die bayerische Landschaft im fruehen Luftbild (bis 1921)
(Dr. Otto-Karl Troeger)
Aspekte der satellitengestuetzten Umweltbeobachtung
(PD Dr. Michael Bittner)
13.00 Uhr
Mittagessen
14.30 Uhr
Der Landesausbau im Spiegel der Urbarbuecher des spaeten Mittelalters
(Prof. Dr. Joachim Wild)
Steuerbeschreibungen des 18. Jahrhunderts und ihr Informationsgehalt fuer
die Umweltgeschichte
(Dr. Elisabeth Schepers)
Reichskammergerichtsprozesse als Quellen fuer die Umweltgeschichte
(Dr. Stefan Breit, Dr. Manfred Hoerner)
16.00 Uhr
Kaffeepause
16.30 Uhr
Die Akten der Salzburger Hofkammer als Quellen fuer die Umweltgeschichte
(Dr. Fritz Koller)
Holznot im 18. Jahrhundert? Zur Problematik der Beurteilung von
Waldbeschreibungen als umweltgeschichtlichen Quellen
(Dr. Alfred Kotter)
Freitag, 22. Juni
09.00 Uhr
Die Fluesse des Herzogtums Bayern. Bildliche Darstellungen und verbale
Beschreibungen aus Verwaltung und Rechtspflege
(Dr. Gerhard Leidel)
Strassenkartographie und Verkehrsplanung im Kurfuerstentum Bayern
(Dr. Daniel Schloegl)
Die Flurkarten (Katasterkarten) der bayerischen Landesvermessung als
Dokumente der Veraenderung der Landschaft durch den Menschen
(Dr. Gertrud Diepolder)
10.30 Uhr
Kaffeepause
11.00 Uhr
Tagebuecher und Reiseberichte der Fruehen Neuzeit als Quellen der
Umweltgeschichte
(Barbara Kink)
Zeitungen und Umweltprobleme in Bayern waehrend der ersten Haelfte des 20.
Jahrhunderts - Berichterstattung im Spannungsfeld von Meinungspluralismus
und Interesseneinfluessen
(Dr. Paul Hoser)
Umweltpolitische Themen in den Verhandlungen des bayerischen Landtags
(Prof. Dr. Dirk Goetschmann)
12.30 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Verkehrserschliessung Bayerns im 19. und 20. Jahrhundert
(Dr. Gerhard Hetzer)
Die Nationalparks in Bayern
(Dr. Michael Stephan)
Die Erforschung von umweltgefaehrdenden Bodenverunreinigungen (Altlasten)
in Bayern
(Dr. Andreas Eichmueller)
15.30 Uhr
Kaffeepause
16.00 Uhr
Stadtsanierung und staedtische Infrastruktur in Muenchen. Umwelt- und
Gesundheitspolitik in der zweiten Haelfte des 19. Jahrhunderts
(Hans Joachim Hecker)
Bauleitplanung, Stadtentwicklung und Umweltschutzgedanke in Nuernberg im
20. Jahrhundert
(Dr. Michael Diefenbacher)
Umweltforschung aus unternehmerischem Interesse. Umweltveraenderungen im
Spiegel der Umweltdatensammlung der Muenchener
Rueckversicherungsgesellschaft 1975-1990
(Dr. Gerhard Berz)
18.00 Uhr
Ende der Tagung
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Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Dr. Gerhard Berz
(Muenchener Rueckversicherung, Muenchen)
PD Dr. Michael Bittner
(DLR Oberpfaffenhofen)
Dr. Stefan Breit
(Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Muenchen)
Dr. Michael Diefenbacher
(Stadtarchiv Nuernberg)
Dr. Gertrud Diepolder
(Jettenhausen)
Dr. Andreas Eichmueller
(Institut fuer Zeitgeschichte, Muenchen)
Prof. Dr. Ruediger Glaser
(Universitaet Wuerzburg)
Prof. Dr. Dirk Goetschmann
(Universitaet Wuerzburg)
Hans-Joachim Hecker
(Stadtarchiv Muenchen)
Dr. Gerhard Hetzer
(Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Muenchen)
PD Dr. Reinhard Heydenreuter
(Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Muenchen)
Dr. Manfred Hoerner
(Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Muenchen)
Dr. Paul Hoser
(Muenchen)
Barbara Kink
(Kath. Universitaet Eichstaett)
Dr. Fritz Koller
(Salzburger Landesarchiv)
Dr. Alfred Kotter
(Traunstein)
Prof. Dr. Ferdinand Kramer
(Kath. Universitaet Eichstaett)
Dr. Gerhard Leidel
(Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Muenchen)
Dr. Gerhard Rechter
(Staatsarchiv Nuernberg)
Prof. Dr. Hermann Rumschoettel
(Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns)
Dr. Elisabeth Schepers
(Muenchen)
Dr. Daniel Schloegl
(Bayerische Staatsbibliothek, Muenchen)
Dr. Michael Stephan
(Staatsarchiv Muenchen)
Dr. Otto-Karl Troeger
(Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Muenchen)
Prof. Dr. Joachim Wild
(Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Muenchen)
Dr. Herbert Wurster
(Archiv des Bistums Passau)
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Zum Tagungsprojekt
"Landesgeschichte und Umweltgeschichte in Bayern"
Die Umweltgeschichte ist eine junge historische Teildisziplin, die sich
seit den 60er Jahren zaghaft entwickelt hat und seit den 80er Jahren
breitere Aufmerksamkeit auf sich lenken konnte. Als wesentliche
Fragestellung der Umweltgeschichte hat sich die nach den
Wechselbeziehungen zwischen Mensch bzw. Gesellschaft und Umwelt
herauskristallisiert.
Systematisch entwickelt ist diese historische Teildisziplin bislang nicht.
Unter anderem fehlt eine quellenkundliche Erschliessung und Bewertung
einschlaegiger Aktenbestaende in den Archiven. In der Landesgeschichte,
auch in Bayern, spielt die Umweltgeschichte bislang kaum eine Rolle,
obwohl Zustaendigkeiten fuer umweltrelevante Belange in hohem Masse bei
den Laendern und Kommunen und historisch ohnehin in erster Linie in
territorialer, regionaler oder lokaler Verantwortung lagen.
Da Umwelt und die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt oft
laengerfristigen Wandlungsprozessen unterliegt, ist Umweltgeschichte
epochenuebergreifend zu betreiben. Auch aus methodischen Gruenden ist
konkrete umweltgeschichtliche Forschung in der Regel regional angelegt.
Wegen der haeufig ueberregionalen Reichweite und den komplexen
Interdependenzen von Umweltbelangen sind freilich zumindest auch der
Vergleich und die Beziehungen mit anderen Regionen und Laendern sowie die
Vernetzung mit anderen Disziplinen, etwa der Geographie, besonders
wichtig. Insofern hat die Landesgeschichte mit dem traditionell
epochenuebergreifenden, landes- und regionalvergleichenden sowie
interdisziplinaeren Zugriff sehr gute Voraussetzungen, einen
qualifizierten Beitrag zur Umweltgeschichte zu leisten.
Aus dem oben genannten Kontext wurde das Konzept fuer die Tagung
"Landesgeschichte und Umweltgeschichte in Bayern" entwickelt. Ziel ist es,
Zugaenge zu den Quellen fuer umweltgeschichtliche Themenstellungen zu
erarbeiten. Dies wird der Forschung genauso dienen wie der Umweltbildung.
Vor allem Historiker und Archivare, aber auch Geographen und
Naturwissenschaftler werden den einschlaegigen Zustaendigkeiten und
Aufgaben bei Behoerden und anderen Institutionen nachgehen und bekannte
und neue Quellen nach ihrem Aussagewert fuer die umweltgeschichtliche
Forschung erschliessen und analysieren. Der Bogen spannt sich dabei von
den Urbarbuechern des Mittelalters bis zu Altlasten-Akten und der
Satellitenbeobachtung unserer Tage. Staatliche, kommunale und kirchliche
Archive werden ebenso beruecksichtigt wie die Quellen in Unternehmen und
in wissenschaftlichen Einrichtungen oder die Medienueberlieferung.
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