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Ausstellung: Landshut ins Bild gesetzt
From: "Bernadette Schoeller" <kulturdienst@hotmail.com>
Subject: Landshut ins Bild gesetzt
Date: Wed, 02 May 2001 19:01:15
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PRESSEMITTEILUNG
Landshut, 2. Mail 2001
Landshut ins Bild gesetzt
Karten und Ansichten vom 16. bis zum 20. Jahrhundert
Eine Ausstellung der Museen der Stadt Landshut
Ort: Landshut, Museum im Kreuzgang (Naehe Freyung)
Dauer: 12. Mai bis 28. Oktober 2001
Oeffnungszeiten: taeglich ausser montags 10 Uhr bis 17 Uhr;
waehrend der Landshuter Hochzeit 1475 (29. Juni bis 22. Juli) taeglich von
10 Uhr bis 19 Uhr
Mit annaehernd einhundert Werken der bildenden Kuenste und der Kartografie
laesst die Ausstellung das Bild der Stadt Landshut ueber die Jahrhunderte
hinweg Revue passieren. Die Palette der Ansichten auf grafischen
Blaettern, Gemaelden und kunsthandwerklichen Arbeiten reicht von der
fruehneuzeitlichen topografischen Aufnahme ueber das verklaerende
biedermeierliche Idyll bis zur Spurensicherung der Moderne. Ob als
Vogelschau, Panorama oder Detailaufnahme B mit jedem Bild eroeffnet sich
den Betrachtenden ein neuer, oft ueberraschender Aspekt einer Stadt, die
nur wenig von ihrer Schoenheit eingebuesst hat.
Zu den Glanzlichtern topografischer Ansichten zaehlen die Aufnahmen von
Georg Hoefnagel, Matthaeus Merian und Michael Wening. Die Kunst des
fruehen 19. Jahrhunderts bevorzugte den Blick auf Landshut als ferne, von
Stimmungswerten getragene Stadtlandschaft. Typische Vertreter
romantisch-biedermeierlicher Vedutenmalerei sind die in der Ausstellung
praesenten Muenchner Kuenstler Heinrich Adam, Gustav Kraus und Wilhelm
von Kobell. Auch die Glasmacher und Porzellanhersteller des 19. und 20.
Jahrhunderts sollten Landshut als Bildsujet fuer sich entdecken. Die
individuellen kuenstlerischen Sichtweisen seit der Moderne dokumentieren
etwa Arbeiten von Edward Harrison Compton, Willi Geiger und Franz Hoegner.
Mitten in Altbayern gelegen, stand Landshut immer auch im Blickpunkt der
Kartografen. Deren Gewerbe erlebte seit dem 15. Jahrhundert einen
ungeheuren Aufschwung. Die neuen technischen Moeglichkeiten des Bild- und
Buchdrucks sowie die rasanten Fortschritte in der wissenschaftlichen
Welterkenntnis spiegeln sich in einer Vielzahl von aesthetisch
anspruchsvollen Kartenwerken. Sie begannen rasch, die europaeischen
Maerkte zu erobern. Mit insgesamt vierzig Karten vermittelt die
Ausstellung zugleich einen Ueberblick ueber das kartografische
Erscheinungsbild Landshuts vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.
Als Stammvater speziell bayerischer Kartografie gilt Philipp Apian. Seine
1568 erschienenen Bayerischen Landtafeln sind mit zwei Beispielen in der
Ausstellung vertreten. Dem 18. Jahrhundert entstammen unter anderem
qualitaetvolle Geschichtskarten des Bayerischen Reichskreises. Zwei grosse
Strassenkarten sowie eine Wasserbaukarte der Isar vom Landgeometer
Castulus Riedl (1701-1783) erhellen den Zusammenhang zwischen Kartografie
und wirtschaftlichen Erwaegungen. Zu den Inkunabelwerken der Lithografie
zaehlen die Verwaltungskarte des Koenigreiches Bayern von 1808 sowie der
aelteste gedruckte Stadtplan Landshuts aus dem Jahr 1811. Der ebenfalls
ausgestellte Lithografiestein zum Stadtplan wurde 1980 in die bayerische
Denkmalschutzliste fuer bewegliches Kulturgut aufgenommen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Kontakt: MUSEEN der STADT LANDSHUT
Fon: (08 71) 92 23 89 - 0
Fax: (08 71) 92 23 89 - 9
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